Das Bündnis für zukunftsfähige Schulen sieht die von der Schulbehörde angekündigten Veränderungen bei der Schulbegleitung mit großer Sorge. Aus Sicht des Bündnisses besteht die Gefahr, dass notwendige Unterstützungsleistungen für Schüler*innen mit Behinderungen, sonderpädagogischem Förderbedarf oder komplexem Unterstützungsbedarf künftig nicht mehr in ausreichendem Maß, nicht mehr rechtzeitig oder nicht mehr bedarfsgerecht zur Verfügung stehen.
Schule
Die Ankündigung des Senats, die Arbeitszeit der Beamt*innen auf 41 Stunden pro Woche anzuheben, stößt bei der GEW Hamburg auf scharfe Kritik.
Schon heute leisten viele Lehrkräfte erhebliche Mehrarbeit. Die Belastungen durch Lehrkräftemangel, Inklusion, Ganztag, Digitalisierung und steigende pädagogische Anforderungen sind an den Schulen täglich spürbar. Wer unter diesen Bedingungen die Arbeitszeit erhöht, verschärft die Probleme statt sie zu lösen.
Die Temperaturen steigen – und mit ihnen die Frage nach dem Hitzefrei. Viele Eltern, Schüler*innen und Beschäftigte fragen sich: Gibt es dafür feste Regeln?
Die kurze Antwort: Nein. In Hamburg gibt es keinen automatischen Anspruch auf Hitzefrei und keine festgelegte Temperaturgrenze, ab der der Unterricht ausfallen muss.
„Demokratiebildung findet in den Schulen zu spät, zu wenig und vor allem kaum auf den Unterricht und die Schule selbst bezogen statt. Wenn rund die Hälfte der Lehrkräfte sagt, dass an ihrer Schule mehr für Demokratiebildung getan werden sollte und fast drei Viertel als Haupthindernis hierfür die fehlende Zeit nennen, lautet das Gebot der Stunde: ‚mehr Zeit für Demokratie‘“, sagte Anja Bensinger-Stolze, Vorstandsmitglied Schule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf die Ergebnisse des heute vorgestellten Deutschen Schulbarometers der Robert Bosch Stiftung.
Die GEW Hamburg sieht die von der Schulbehörde angekündigten Veränderungen bei der Schulbegleitung mit großer Sorge. Nach Einschätzung der Bildungsgewerkschaft verbergen sich hinter den angekündigten „Anpassungen“ erhebliche Einschränkungen bei den Unterstützungsleistungen für Schüler*innen mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf.
Die GEW Hamburg kritisiert die aktuelle Personalstrategie für Lehrende. Im Zentrum steht dabei die Situation an den beruflichen Schulen: Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst wurden dort erst kurz vor Abschluss ihrer Ausbildung darüber informiert, dass für rund 60 Absolvent*innen lediglich zehn Planstellen zur Verfügung stehen.
Die Arbeitsgemeinschaft Vorschulklassen (AG VSK) der GEW Hamburg setzt sich seit Jahren für bessere Rahmenbedingungen in der Vorschule ein. In ihrem aktuellen Statement reagieren die Vorschullehrkräfte auf die Schließung von Vorschulklassen an verschiedenen Schulen. Sie berichten über die steigenden Herausforderungen im Arbeitsalltag, die komplexen Bedürfnisse der Kinder und die fehlenden personellen und strukturellen Ressourcen.
Die Lehrer*innenkammer Hamburg begrüßt den geplanten § 98e im Schulgesetz als wichtigen Schritt, um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) an Schulen rechtlich zu regulieren. Sie hebt positiv Vorgaben wie Datensparsamkeit, Dokumentationspflichten und das Verbot automatisierter Notengebung hervor. Gleichzeitig macht die Stellungnahme deutlich, dass der Entwurf in zentralen Punkten zu kurz greift.
Die geplante Reform der Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) für die gymnasiale Oberstufe stellt einen tiefgreifenden Eingriff in Struktur, Inhalte und Organisation der Sekundarstufe II dar. Sie wurde im März 2023 beschlossen und zielt insbesondere auf eine erhöhte länderübergreifende Vergleichbarkeit der Abiturergebnisse sowie eine Entlastung der Oberstufenstruktur. Die Umsetzung ist bis spätestens 1. August 2027 vorgesehen und die Regeln werden für das Abitur 2030 wirksam.
Gerne weist die GEW Hamburg auf folgende Veranstaltung von SPD und Grünen hin:
Im aktuellen Koalitionsvertrag von SPD und GRÜNEN ist vereinbart, dass ein Pilotprojekt „Flexible Oberstufe“ auf den Weg gebracht wird. Wir laden ein zu einer Auftaktveranstaltung mit Senatorin Ksenija Bekeris für Schulleitungen, Lehrkräfte, Eltern, Schüler*innen, Initiativen und Interessierte.
Freitag, 17. April 2026 um 15 Uhr / Grund- und Stadtteilschule Eppendorf, Löwenstr. 58, 20251 Hamburg
Herzlich willkommen zurück im Schuldienst! Mit dem Ende der Ferien kehren viele Kolleg*innen an ihre Schulen zurück – in einen Arbeitsalltag, der für viele von ihnen zunehmend belastend ist. Eine aktuelle Schriftliche Kleine Anfrage (SKA) aus der Hamburgischen Bürgerschaft zeigt erneut, wie dringend Verbesserungen beim Arbeits- und Gesundheitsschutz an Hamburger Schulen sind.
Langzeiterkrankungen nehmen zu










