Die GEW Hamburg kritisiert die vom Hamburger Senat angekündigte Reform des Kita-Gutscheinsystems scharf. Was als Modernisierung verkauft wird, bedeutet für viele Familien vor allem höhere Elternbeiträge – ohne dass erkennbar ist, wie Kinder, Kitas oder Beschäftigte davon profitieren.
Kinder- und Jugendhilfe
Die GEW Hamburg erklärt sich solidarisch mit dem Verband Kinder- und Jugendarbeit Hamburg (VKJH), der aufgrund der anhaltenden Unterfinanzierung seiner Verbands- und Trägerstrukturen um seine Existenz fürchten muss. Sollte es nicht kurzfristig zu einer tragfähigen Finanzierung kommen, drohen der Verlust wichtiger Einrichtungen, Projekte und gewachsener Netzwerke der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Die GEW Hamburg zeigt sich besorgt über die angekündigte Schließung der Kita Company Kids in der HafenCity. Die Entwicklung steht exemplarisch für die zunehmenden Probleme vieler Kita-Träger in Hamburg und macht deutlich, dass das bestehende Finanzierungssystem an seine Grenzen stößt.
Anfang des Jahres gab das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) die Schließung aller vier Praxisausbildungsstätten (PAS) an den Fachschulen für Sozialpädagogik bekannt (siehe hlz 1-2 | 2026, S. 46 und hlz 3-4 | 2026, S. 34). Wir haben mit Alexander Krüger, der stellvertretenden Leitung der PAS Gerritstrasse gesprochen.
Interview: Varsenik Vardanyan
Lieber Alexander, was bedeutet eigentlich PAS?
Bei der Demo Entschlossen gegen Kürzungen! Kinder- und Jugendrechte verteidigen! von IVOA, der Interessenvertretung Offene Arbeit am 22. Mai hielt unsere Referentin Varsenik Vardanyan eine Rede, die ihr im Anhang findet.
--
Die GEW Hamburg unterstützt die Demo von IVOA, der Interessenvertretung Offene Arbeit.
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist von einer Kürzungswelle betroffen. Mit unserer Kampagne „Entschlossen Offen“ stellen wir, die Interessenvertretung Offene Arbeit, uns gegen weitere Einsparungen.
Die geplante Schließung von vier Praxisausbildungsstätten (PAS) ist weit mehr als ein verwaltungsinterner Vorgang im Kita-Bereich. Sie bedeutet einen tiefen Eingriff in die Ausbildungsstruktur sozialpädagogischer Berufe in Hamburg. PAS erfüllen eine zentrale Doppelrolle: Sie sind Kindertageseinrichtungen und zugleich fest etablierte Ausbildungsorte für angehende Fachkräfte. Ihre Schließung gefährdet bewährte Strukturen der Fachkräftequalifizierung nachhaltig.
Fehlende Transparenz
Am 6. Mai tagt die Hamburger Bürgerschaft, die Linksfraktion hat dazu den Antrag „Ausbildungs-Kitas erhalten!“ eingebracht. Dieser fordert:
Die Beschäftigten der Elbkinder haben ihren Betriebsrat für die kommenden vier Jahre neu gewählt. Die Wahlphase war intensiv und spannend: Die DOL, also die GEW-Liste im Betrieb ist weiter zusammengewachsen und konnte sich deutlich vergrößern.
Die Betriebsgruppe ist breit aufgestellt und spiegelt ein multiprofessionelles Team mit Fachkräften aus unterschiedlichsten Arbeitsbereichen.
Besonders im sozialen Bereich stehen Menschen im Mittelpunkt der täglichen Arbeit. Ihr, die Mitarbeitenden der Elbkinder & EKSG sorgt dafür, dass Menschlichkeit im Betrieb gelebt wird.Genau deshalb braucht es einen Betriebsrat, der zuhört, hinschaut und handelt. Mit Blick auf die Betriebsratswahlen 2026 tritt Die Offene Liste (DOL) an, um genau das zu tun: Für die Beschäftigten da zu sein – verlässlich, engagiert und nah.
Der Hamburger Senat plant Kürzungen von drei Millionen Euro in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA). Diese Entscheidung ist ein schwerer Schlag – und eine Frechheit, wenn man bedenkt, dass die OKJA seit Jahrzehnten systematisch ausgehöhlt wird.
Offene Stellen werden nicht nachbesetzt und bewährte sowie notwendige Projekte gestrichen. Angebote, die jungen Menschen gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, verschwinden schleichend. Die Folgen dieser Politik tragen Kinder und Jugendliche, insbesondere jene, die ohnehin am stärksten belastet sind.












