Die Herausforderungen für Schule und pädagogisches Handeln nehmen spürbar zu. Gesellschaftliche Krisen, veränderte Bedingungen des Aufwachsens und wachsende Anforderungen an Bildungseinrichtungen prägen zunehmend den schulischen Alltag. Viele von uns erleben, dass sich diese Entwicklungen in Form von Belastungen, Verunsicherungen und neuen Problemlagen bei Kindern und Jugendlichen ebenso wie im Kollegium widerspiegeln.
Schule
Die GEW-Liste hat die Wahl zur Lehrerkammer mit großem Vorsprung für sich entscheiden können. Die GEW-Fraktion stellt künftig 34 von 40 Sitzen in der Lehrerkammer.
Hamburg braucht dringend eine transparente, breite Debatte über die anstehende Oberstufenreform. Genau diesen Anspruch unterstützt die GEW Hamburg ausdrücklich – denn die Veränderungen, die ab 2027/28 greifen werden, betreffen alle: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Schulleitungen und Eltern.
GEW Hamburg: Weiterentwicklung statt Rückschritt
Die GEW Hamburg begrüßt, dass die Schulbehörde eine Handreichung zur Nutzung von Mobiltelefonen an Schulen veröffentlicht hat, in der kein pauschales Handyverbot vorgesehen ist. Bislang können Hamburger Schulen eigenständig festlegen, welche Regeln für die Nutzung von Smartphones gelten. Gerade in Grundschulen sowie in Jahrgangsstufen bis Klasse 10 sind diese Regelungen häufig sehr restriktiv.
Die Veröffentlichung der Arbeitszeit- und Belastungsstudie der Universität Göttingen hat in Hamburg und bundesweit breite mediale Aufmerksamkeit erzeugt. Zahlreiche Medien griffen die zentralen Ergebnisse auf, wonach Hamburgs Lehrkräfte regelmäßig weit über die vorgesehene Arbeitszeit hinaus arbeiten.
Die Lehrer*innenkammer begrüßt die Neufassung der Richtlinie über Ziele, Gestaltung und Organisation der Ausbildung im Vorbereitungsdienst für die Lehrämter an Hamburger Schulen. Auch wenn die Lehrer*innenkammer die vorgeschlagenen Änderungen der Richtlinie als sinnvoll ansieht, bleibt doch der Eindruck, dass der Vorbereitungsdienst auf eine eher „klassische“ Schule vorbereitet. Das Ziel auf eine „strukturelle und qualitative Weiterentwicklung des Hamburger Schulsystems“ hinzuwirken, wird aber unseres Erachtens mit der Neufassung der Richtlinie nicht erreicht.
Vor den Sommerferien haben wir eine Befragung des pädagogischen und therapeutischen Fachpersonals (PTF) zu psychosozialen Belastungen durchgeführt. Vielen Dank für Eure zahlreiche Teilnahme und Unterstützung! Jetzt sind die Ergebnisse da und wir wollen Sie mit Euch in einer Veranstaltung besprechen und erste Forderungen ableiten.
Zum Schuljahresbeginn erhalten die Sonderschulen eine verbesserte Ganztagszuweisung in Höhe von insgesamt 23,3 Lehrkräftestellen, die auch für andere Professionen eingesetzt werden können. Damit reagiert die Schulbehörde auf die seit Jahren bestehende Überlastung der Sonderschulen, die sich unter anderem in besonders hohen Krankheitsständen zeigt. Die GEW hat in ihren regelmäßigen Gesprächen immer wieder auf die unzureichende Ausstattung hingewiesen und begrüßt diesen ersten Schritt ausdrücklich als Bewegung in die richtige Richtung.
Liebe Kolleg*innen,
wir starten in ein neues Schuljahr – und wir starten gemeinsam! Als GEW Hamburg wünschen wir euch nicht nur einen guten Start, sondern wir versprechen: Wir werden im kommenden Halbjahr laut, kämpferisch und solidarisch für bessere Arbeits- und Lernbedingungen an unseren Schulen, Kitas, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen eintreten. Folgende Themen stehen an:
Arbeitszeit-Aktionsjahr – Fakten gegen Überlastung
Die GEW Hamburg begrüßt die geplante Einführung von Informatik als Pflichtfach ab dem Schuljahr 2025/26. Damit wird ein wichtiger Schritt unternommen, um Schüler*innen besser auf die Anforderungen der digitalen Welt vorzubereiten und ihre Medienkompetenz zu stärken.











