Wir laden euch sehr herzlich ein zur GEW-Tagung
ZEIT FÜR DEMOKRATIE! SELBSTWIRKSAMKEIT, TEILHABE UND DEMOKRATIE AN SCHULEN VERWIRKLICHEN. FÜR ALLE.
am Freitag, 04. September 2026, 11 – 16 Uhr, Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15, 20148 Hamburg
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ZEIT FÜR DEMOKRATIE! SELBSTWIRKSAMKEIT, TEILHABE UND DEMOKRATIE AN SCHULEN VERWIRKLICHEN. FÜR ALLE.
am Freitag, 04. September 2026, 11 – 16 Uhr, Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15, 20148 Hamburg
Mit der angekündigten Erhöhung der Arbeitszeit für Beamt*innen hat der Senat bereits deutlich gemacht, wohin die Reise geht. Nun liegen die Schreiben der Schulbehörde an die Schulleitungen vor. Sie zeigen: Die Arbeitszeiterhöhung ist nur ein Teil eines umfassenden Kürzungspakets. Hinter Begriffen wie „Wirkungsorientierung“ und „gezielter Ressourceneinsatz“ verbergen sich Maßnahmen, die die Arbeitsbedingungen an Hamburgs Schulen weiter verschlechtern.
GEW zur geplanten Änderung der Ganztagszuweisungen für GTS-Grundschulen
Die GEW Hamburg betrachtet die geplante Änderung der Ganztagszuweisungen für Grundschulen mit großer Sorge. Nach den Planungen der Schulbehörde sollen die Ganztagszuweisungen aufwachsend ab dem Schuljahr 2027/28 künftig zu 77 Prozent über Erzieher:innenstellen und zu 23 Prozent über Honorarmittel erfolgen. Zunächst sollen die Vorschulklassen sowie die Jahrgänge 1 und 2 zum 1. August 2027 umgestellt werden, die Jahrgänge 3 und 4 folgen ein Jahr später.
Die GEW Hamburg begrüßt die aktuelle Stellungnahme des Gesamtpersonalrats (GPR) zum Sparprogramm des Hamburger Senats. Unter dem Titel „Dreifach-Wumms der Grausamkeit“ kritisiert der GPR die geplanten Einschnitte im Schulbereich scharf und macht deutlich, welche Folgen sie für Beschäftigte und Schulen haben werden.
Die Lehrer*innenkammer Hamburg hat zu den geplanten Änderungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen für die gymnasiale Oberstufe (APO-AH) sowie die Berufsvorbereitungsschule (APO-BVS) Stellung genommen. In beiden Fällen sieht sie sinnvolle Ansätze, fordert aber deutliche Nachbesserungen.
Die GEW Hamburg weist die Darstellung der Schulbehörde zu den geplanten Änderungen bei der Schulbegleitung entschieden zurück. Was die Behörde als „Weiterentwicklung“ und „passgenauere Unterstützung“ bezeichnet, bestätigt aus Sicht der GEW zentrale Kritikpunkte: Individuelle und qualifizierte Schulbegleitung droht künftig stärker durch Pool- und Kombinationslösungen ersetzt zu werden.
Das Bündnis für zukunftsfähige Schulen sieht die von der Schulbehörde angekündigten Veränderungen bei der Schulbegleitung mit großer Sorge. Aus Sicht des Bündnisses besteht die Gefahr, dass notwendige Unterstützungsleistungen für Schüler*innen mit Behinderungen, sonderpädagogischem Förderbedarf oder komplexem Unterstützungsbedarf künftig nicht mehr in ausreichendem Maß, nicht mehr rechtzeitig oder nicht mehr bedarfsgerecht zur Verfügung stehen.
Die Ankündigung des Senats, die Arbeitszeit der Beamt*innen auf 41 Stunden pro Woche anzuheben, stößt bei der GEW Hamburg auf scharfe Kritik.
Schon heute leisten viele Lehrkräfte erhebliche Mehrarbeit. Die Belastungen durch Lehrkräftemangel, Inklusion, Ganztag, Digitalisierung und steigende pädagogische Anforderungen sind an den Schulen täglich spürbar. Wer unter diesen Bedingungen die Arbeitszeit erhöht, verschärft die Probleme statt sie zu lösen.
Die Temperaturen steigen – und mit ihnen die Frage nach dem Hitzefrei. Viele Eltern, Schüler*innen und Beschäftigte fragen sich: Gibt es dafür feste Regeln?
Die kurze Antwort: Nein. In Hamburg gibt es keinen automatischen Anspruch auf Hitzefrei und keine festgelegte Temperaturgrenze, ab der der Unterricht ausfallen muss.
„Demokratiebildung findet in den Schulen zu spät, zu wenig und vor allem kaum auf den Unterricht und die Schule selbst bezogen statt. Wenn rund die Hälfte der Lehrkräfte sagt, dass an ihrer Schule mehr für Demokratiebildung getan werden sollte und fast drei Viertel als Haupthindernis hierfür die fehlende Zeit nennen, lautet das Gebot der Stunde: ‚mehr Zeit für Demokratie‘“, sagte Anja Bensinger-Stolze, Vorstandsmitglied Schule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf die Ergebnisse des heute vorgestellten Deutschen Schulbarometers der Robert Bosch Stiftung.
Die GEW Hamburg sieht die von der Schulbehörde angekündigten Veränderungen bei der Schulbegleitung mit großer Sorge. Nach Einschätzung der Bildungsgewerkschaft verbergen sich hinter den angekündigten „Anpassungen“ erhebliche Einschränkungen bei den Unterstützungsleistungen für Schüler*innen mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf.
Die GEW Hamburg kritisiert die aktuelle Personalstrategie für Lehrende. Im Zentrum steht dabei die Situation an den beruflichen Schulen: Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst wurden dort erst kurz vor Abschluss ihrer Ausbildung darüber informiert, dass für rund 60 Absolvent*innen lediglich zehn Planstellen zur Verfügung stehen.