Vor den Sommerferien haben wir eine Befragung des pädagogischen und therapeutischen Fachpersonals (PTF) zu psychosozialen Belastungen durchgeführt. Vielen Dank für Eure zahlreiche Teilnahme und Unterstützung! Jetzt sind die Ergebnisse da und wir wollen Sie mit Euch in einer Veranstaltung besprechen und erste Forderungen ableiten.
Schule
Zum Schuljahresbeginn erhalten die Sonderschulen eine verbesserte Ganztagszuweisung in Höhe von insgesamt 23,3 Lehrkräftestellen, die auch für andere Professionen eingesetzt werden können. Damit reagiert die Schulbehörde auf die seit Jahren bestehende Überlastung der Sonderschulen, die sich unter anderem in besonders hohen Krankheitsständen zeigt. Die GEW hat in ihren regelmäßigen Gesprächen immer wieder auf die unzureichende Ausstattung hingewiesen und begrüßt diesen ersten Schritt ausdrücklich als Bewegung in die richtige Richtung.
Liebe Kolleg*innen,
wir starten in ein neues Schuljahr – und wir starten gemeinsam! Als GEW Hamburg wünschen wir euch nicht nur einen guten Start, sondern wir versprechen: Wir werden im kommenden Halbjahr laut, kämpferisch und solidarisch für bessere Arbeits- und Lernbedingungen an unseren Schulen, Kitas, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen eintreten. Folgende Themen stehen an:
Arbeitszeit-Aktionsjahr – Fakten gegen Überlastung
Die GEW Hamburg begrüßt die geplante Einführung von Informatik als Pflichtfach ab dem Schuljahr 2025/26. Damit wird ein wichtiger Schritt unternommen, um Schüler*innen besser auf die Anforderungen der digitalen Welt vorzubereiten und ihre Medienkompetenz zu stärken.
Immer mehr Unternehmen nutzen das Ende des Schuljahres, um mit vermeintlich motivierenden Aktionen auf sich aufmerksam zu machen: Für gute Zeugnisnoten erhalten Schüler*innen Einkaufsgutscheine, beispielsweise bei Thalia, Media Markt oder Möbel Höffner. Was auf den ersten Blick wie eine nette Geste wirkt, ist aus Sicht der GEW Hamburg hochproblematisch.
Die GEW Hamburg ruft auf zur Beteiligung an einer Online-Befragung zum Thema psychosoziale Belastungen bei pädagogischem und therapeutischem Fachpersonal (PTF) an Hamburger Schulen. Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen, Heilerziehungspfleger*innen, Sozialpädagogische Assistent*innen, sowie Ergo- und Physiotherapeut*innen, die von der Schulbehörde eingestellt wurden, sind zur Teilnahme eingeladen.
Die Lehrer*innenkammer Hamburg unterstützt die GEW-Kampagne für eine gleichwertige Alternative zum Religionsunterricht. Sie kritisiert die mangelnde Information der Eltern und das Fehlen eines neutralen Werteunterrichts. Gefordert wird ein Fach wie Philosophie/Ethik, das weltanschauliche Vielfalt pädagogisch verantwortbar abbildet – im Sinne echter Wahlfreiheit und gesellschaftlicher Realität.
Die Stellungnahme der Lehrer*innenkammer findet sich im Anhang.
In den vergangenen Wochen häufen sich Berichte über respektloses Verhalten einzelner muslimischer Schüler*innen gegenüber Mitschüler*innen und Lehrkräften. Die GEW Hamburg nimmt diese Sorgen ernst – warnt jedoch eindringlich vor Pauschalisierungen und Stigmatisierungen. „Es ist wichtig, Ängste und Vorwürfe nicht einfach wegzuwischen – aber genauso fatal wäre es, jetzt alle muslimischen Jugendlichen unter Generalverdacht zu stellen“, so Sven Quiring, Vorsitzender der GEW Hamburg.
Wertschätzender Dialog ist der Schlüssel
Nachbesserungen
Die Lehrer*innenkammer begrüßt die inhaltlichen Neuerungen des Bildungsplans für die Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz – insbesondere die Schwerpunkte Werteerziehung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie das neue Orientierungssemester.











