Fachgruppe Hochschule und Forschung

Die Fachgruppe Hochschule und Forschung (FG HuF) des GEW-Landesverbands Hamburg beschäftigt sich u. a. mit den Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hamburg, mit Fragen zur Finanzierung von Bildung und mit bildungspolitischen Fragen.

Wir treffen uns in der Vorlesungszeit alle sechs Wochen am Montag um 18 Uhr, um uns über aktuelle Themen auszutauschen. Dazu gehören Berichte aus den Personalräten und Hochschulgremien wie den Akademische Senaten sowie aus der AG Code of Conduct bei der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke (BWFGB), an der wir als GEW-Landesverband mit unserem Vorsitzenden und über die Personalräte und Mittelbauvereinigungen beteiligt sind. Auch die bundesweite Koordination im Bundesfachgruppenausschuss (BFGA) wird regelmäßig besprochen. Ebenso bereiten wir gemeinsam die Landes- und Bundesgewerkschaftstage vor und nach, begleiten die Arbeit des Landesvorstandes und beschäftigen uns – natürlich – mit  den Tarifrunden im TV-L. Zu bestimmten Anlässen organisieren Podiumsdiskussionen, z. B. mit den wissenschaftspolitischen Sprecherinnen der Bürgerschaftsfraktionen.

Themen der letzten Jahre waren: Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Vergütung der Lehrbeauftragten, Lehramtsreform und die Einführung des Grundschullehramts, Zukunftsvertrag „Studium und Lehre stärken“ (Fortsetzung HSP) und die Verpflichtungserklärungen der Länder, Finanzplanungen und Hochschulvereinbarungen, Diskussion des Koalitionsvertrags in Bezug auf die Wissenschaft, Erfahrungsaustausch zu Lehre, Forschung und Verwaltung unter Corona-Bedingungen, TVStud und #stopthecuts, Mobiles Arbeiten, Vorbereitung der Personalratswahlen 2023, …

Andreas Busen, Patrick Grommes, Marc Hinzelin (Sprecher der FG Hochschule und Forschung)

Die Treffen der Fachgruppe HuF finden in der Vorlesungszeit alle sechs Wochen am Montag um 18 Uhr im Curiohaus (Rothenbaumchaussee 15) statt, i.d.R. im Raum GBW. Die nächsten HuF-Termine (immer Raum GBW, sofern nicht ausdrücklich anders benannt): 17.04. [weitere Termine folgen!]

Unsere Arbeitsgebiete

Arbeitsplatz Hochschule und Forschung

Die Personalstruktur an deutschen Hochschulen ist dysfunktional, außer der Professur gibt es für Wissenschaftler*innen zunehmend nur noch Fristverträge. Das GEW-Konzept „Wissenschaft als Beruf“ gründet sich dagegen auf attraktive und motivationsfördernde Beschäftigungsbedingungen am Arbeitsplatz Hochschule und Forschung. Dafür setzt die GEW auf tarifvertragliche Regelungen in der Wissenschaft.

"Wissenschaftlicher Nachwuchs"

Dass die Personalstruktur an den deutschen Hochschulen alles andere als aufgabengerecht ist, bekommt insbesondere der wissenschaftliche Nachwuchs zu spüren - oftmals durch starke Abhängigkeiten und/ oder atypische bis prekäre Beschäftigungsverhältnisse.

Die GEW kritisiert den Begriff „wissenschaftlicher Nachwuchs“, der den Stellenwert und die Leistungen von Wissenschaftler*innen ohne Professur herabsetzt und getreu dem Sprichwort „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ prekäre Beschäftigung und unsichere Karrierewege legitimiert. 

Europäischer Hochschul- und Forschungsraum

Im Jahr 1999 haben an der Universität Bologna die für das Hochschulwesen zuständigen MinisterInnen 29 europäischer Staaten die so genannte Bologna-Erklärung unterzeichnet und sich auf die Bildung eines europäischen Hochschulraums bis zum Jahr 2010 verständigt. Auf Initiative der Europäischen Union (EU) sollen die wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten in einem Europäischen Forschungsraum (EFR, engl. European Research Area, ERA) integriert werden.

Hochschul- und Studienfinanzierung

In regelmäßigen Abständen attestiert die OECD den deutschen Hochschulen, dass sie in der Finanzausstattung mit der internationalen Spitze nicht mithalten können. Etliche Industrieländer investieren einen erheblich höheren Anteil ihres Bruttoinlandsproduktes (BIP) in den tertiären Sektor. Eine gute Ausbildung und die Möglichkeit, zu studieren, hängt europaweit nach wie vor vom Geldbeutel der Eltern ab.

Mitbestimmung und Selbstverwaltung

Eine von den Mitgliedern mitgestaltete, arbeitsplatzbezogene, konzeptionell durchdachte und durchsetzungsfähige gewerkschaftliche Interessenvertretung – das ist das Ziel der Bildungsgewerkschaft GEW.

Ziel der Bildungsgewerkschaft GEW ist eine von den Mitgliedern mitgestaltete, arbeitsplatzbezogene, konzeptionell durchdachte und durchsetzungsfähige gewerkschaftliche Interessenvertretung in den Personalräten und Hochschulgremien. Die GEW setzt sich für eine Demokratisierung der akademischen Selbstverwaltung ein: mehr Entscheidungsbefugnisse für die gewählten Gremien gegenüber den Hochschulleitungen und Hochschulräten, paritätische Verteilung der Sitze in den Gremien, Wahl des /  der Präsident*in nach öffentlicher Anhörung mehrerer Kandidat*innen, vereinfachte Abwahlmöglichkeit von Präsident*in und Kanzler*in.

Studium und Lehre

Darüber, dass in der BRD mehr Menschen studieren sollen, herrscht große Übereinstimmung. Diese endet aber schon bei der Frage, wie dies erreicht werden kann, und fehlt erst recht bei der Gestaltung der notwendigen Rahmenbedingungen.

Wofür wir in der GEW zuständig sind
  • Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen in Lehre und Forschung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen

  • Technisches, Verwaltungs- und Bibliothekspersonal an Hochschulen und Forschungseinrichtungen

  • Promovierende (auch ohne Arbeitsvertrag mit einer Hochschule oder Forschungseinrichtung)

Warum du bei uns mitmachen solltest

Wir sind daran interessiert, den Austausch zwischen den Mitgliedern an den Hamburgischen Hochschulen zu fördern. Die GEW lebt, wie jede Interessenvertretung, von ihren Mitgliedern, die ihre Interessen einbringen und durchsetzen wollen – angefangen bei der eigenen Situation im „Großbetrieb“ Hochschule, in den akademischen Gremien, in der personalrätlichen Vertretung.

Du kannst von den Serviceangeboten (Informationsbroschüren, kostenlose Seminare, Rechtsschutz) der Bildungsgewerkschaft GEW profitieren und dich aktiv an der Fachgruppenarbeit beteiligen. Wir versuchen über Veranstaltungen und direkte Gespräche unsere Interessen auf dem Campus und darüber hinaus zu vertreten. Mit einer starken Gewerkschaft und einer netten Gruppe im Rücken ist vieles möglich – komm vorbei!

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