Die GEW Hamburg begrüßt, dass die Schulbehörde eine Handreichung zur Nutzung von Mobiltelefonen an Schulen veröffentlicht hat, in der kein pauschales Handyverbot vorgesehen ist. Bislang können Hamburger Schulen eigenständig festlegen, welche Regeln für die Nutzung von Smartphones gelten. Gerade in Grundschulen sowie in Jahrgangsstufen bis Klasse 10 sind diese Regelungen häufig sehr restriktiv.
Schule
Die Veröffentlichung der Arbeitszeit- und Belastungsstudie der Universität Göttingen hat in Hamburg und bundesweit breite mediale Aufmerksamkeit erzeugt. Zahlreiche Medien griffen die zentralen Ergebnisse auf, wonach Hamburgs Lehrkräfte regelmäßig weit über die vorgesehene Arbeitszeit hinaus arbeiten.
Die Lehrer*innenkammer begrüßt die Neufassung der Richtlinie über Ziele, Gestaltung und Organisation der Ausbildung im Vorbereitungsdienst für die Lehrämter an Hamburger Schulen. Auch wenn die Lehrer*innenkammer die vorgeschlagenen Änderungen der Richtlinie als sinnvoll ansieht, bleibt doch der Eindruck, dass der Vorbereitungsdienst auf eine eher „klassische“ Schule vorbereitet. Das Ziel auf eine „strukturelle und qualitative Weiterentwicklung des Hamburger Schulsystems“ hinzuwirken, wird aber unseres Erachtens mit der Neufassung der Richtlinie nicht erreicht.
Vor den Sommerferien haben wir eine Befragung des pädagogischen und therapeutischen Fachpersonals (PTF) zu psychosozialen Belastungen durchgeführt. Vielen Dank für Eure zahlreiche Teilnahme und Unterstützung! Jetzt sind die Ergebnisse da und wir wollen Sie mit Euch in einer Veranstaltung besprechen und erste Forderungen ableiten.
Zum Schuljahresbeginn erhalten die Sonderschulen eine verbesserte Ganztagszuweisung in Höhe von insgesamt 23,3 Lehrkräftestellen, die auch für andere Professionen eingesetzt werden können. Damit reagiert die Schulbehörde auf die seit Jahren bestehende Überlastung der Sonderschulen, die sich unter anderem in besonders hohen Krankheitsständen zeigt. Die GEW hat in ihren regelmäßigen Gesprächen immer wieder auf die unzureichende Ausstattung hingewiesen und begrüßt diesen ersten Schritt ausdrücklich als Bewegung in die richtige Richtung.
Liebe Kolleg*innen,
wir starten in ein neues Schuljahr – und wir starten gemeinsam! Als GEW Hamburg wünschen wir euch nicht nur einen guten Start, sondern wir versprechen: Wir werden im kommenden Halbjahr laut, kämpferisch und solidarisch für bessere Arbeits- und Lernbedingungen an unseren Schulen, Kitas, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen eintreten. Folgende Themen stehen an:
Arbeitszeit-Aktionsjahr – Fakten gegen Überlastung
Die GEW Hamburg begrüßt die geplante Einführung von Informatik als Pflichtfach ab dem Schuljahr 2025/26. Damit wird ein wichtiger Schritt unternommen, um Schüler*innen besser auf die Anforderungen der digitalen Welt vorzubereiten und ihre Medienkompetenz zu stärken.
Immer mehr Unternehmen nutzen das Ende des Schuljahres, um mit vermeintlich motivierenden Aktionen auf sich aufmerksam zu machen: Für gute Zeugnisnoten erhalten Schüler*innen Einkaufsgutscheine, beispielsweise bei Thalia, Media Markt oder Möbel Höffner. Was auf den ersten Blick wie eine nette Geste wirkt, ist aus Sicht der GEW Hamburg hochproblematisch.
Die GEW Hamburg ruft auf zur Beteiligung an einer Online-Befragung zum Thema psychosoziale Belastungen bei pädagogischem und therapeutischem Fachpersonal (PTF) an Hamburger Schulen. Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen, Heilerziehungspfleger*innen, Sozialpädagogische Assistent*innen, sowie Ergo- und Physiotherapeut*innen, die von der Schulbehörde eingestellt wurden, sind zur Teilnahme eingeladen.
Die Lehrer*innenkammer Hamburg unterstützt die GEW-Kampagne für eine gleichwertige Alternative zum Religionsunterricht. Sie kritisiert die mangelnde Information der Eltern und das Fehlen eines neutralen Werteunterrichts. Gefordert wird ein Fach wie Philosophie/Ethik, das weltanschauliche Vielfalt pädagogisch verantwortbar abbildet – im Sinne echter Wahlfreiheit und gesellschaftlicher Realität.
Die Stellungnahme der Lehrer*innenkammer findet sich im Anhang.











