Bereits ab 9 Uhr trafen sich Erzieherinnen und Erzieher im Streikcafé im Curio-Haus der GEW, um zur Kundgebung vor der Finanzbehörde auf dem Gänsemarkt zu gehen. Dort stellte Anja Bensinger-Stolze, Vorsitzende der GEW Hamburg fest, dass gute Arbeit auch gut bezahlt werden muss.
Tarif / Besoldung
Die Gewerkschaften haben die Entgeltordnung für den Sozial- und Erziehungsdienst mit Wirkung zum 31. Dezember 2014 gekündigt. Am 25. Februar 2015 haben die Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) begonnen. Die Gewerkschaften GEW und ver.di fordern eine Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe durch eine bessere Eingruppierung! Aber auch in der dritten Verhandlungsrunde am 09. April in Düsseldorf wurde kein Angebot vorgelegt.
Um der wachsenden Nachfrage nach Krippen- und Kitaplätzen gerecht zu werden, bedarf es mehr pädagogischer Fachkräfte. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Beruf durch bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen attraktiver gemacht worden.
Fachkraft-Alarm in München: Von 3 150 Stellen in Kitas und Horten sind, so berichtet die Süddeutsche Zeitung am 14. Februar 2015, 260 unbesetzt. In den nächsten Jahren müssen aufgrund des starken Anstiegs der Bevölkerung weitere 8 500 Krippen- und 6 200 Kitaplätze geschaffen und 24 zusätzliche Grundschulen gebaut werden.
Düsseldorf – Offenbar wollen die Arbeitgeber den Erzieher-Beruf nicht aufwerten, stellte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nach der dritten Verhandlungsrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) am Donnerstag in Düsseldorf fest.
Gut 2000 Beschäftigte, und damit deutlich mehr als am ersten Warnstreik am 23. März, haben heute Vormittag an der Sternschanze für eine bessere Bezahlung in Kitas und Betreuungseinrichtungen gestreikt. Im Anschluss zog ein Demonstrationszug zur Johanniskirche. Wegen des Warnstreiks waren erneut mehr als 200 Kindertagesstätten geschlossen oder nur mit Notgruppen besetzt. Auch die Nachmittagsbetreuung an Schulen (GBS) ist betroffen.
In Sachsen-Anhalt, NRW und im Saarland wurden am 27. März zahlreiche Kitas bestreikt. Die streikenden Kolleginnen und Kollegen verliehen damit den Forderungen der GEW in den Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) Nachdruck.
Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes
Die Gewerkschaften haben die Entgeltordnung für den Sozial- und Erziehungsdienst mit Wirkung zum 31. Dezember 2014 gekündigt. Am 25. Februar 2015 haben die Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) begonnen. Anstatt ein Angebot vorzulegen, lehnten die Arbeitgeber die Forderungen der Gewerkschaften pauschal ab. Sie seien weder notwendig noch finanzierbar. Die Gewerkschaften GEW und ver.di fordern eine Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe durch eine bessere Eingruppierung!
Pünktlich zu Beginn der Abendnachrichten einigten sich gestern die TdL und die verhandelnden Gewerkschaften in der vierten Verhandlungsrunde auf einen Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst der Länder.
Berlin/Hamburg/München/Stuttgart/Karlsruhe/Emmendingen/Kiel – Fast 38.000 im öffentlichen Dienst der Länder Beschäftigte - viele aus Schulen, Hochschulen und Kitas – haben sich am Donnerstag zum Abschluss der zweiten Warnstreikwelle an den Aktivitäten der Gewerkschaften beteiligt. In sieben Bundesländern hatten die Gewerkschaften zu Aktionen aufgerufen. Damit nahmen über 80.000 Kolleginnen und Kollegen an der zweiten Warnstreikwelle teil. Bereits in der ersten Welle vor der dritten Verhandlungsrunde gingen 120.000 Beschäftigte auf die Straße, insgesamt also gut 200.000.
Bis zu 12.000 Beschäftigte aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben am 26. März in Hamburg für eine Tabellenerhöhung sowie einen Eingruppierungstarifvertrag für Lehrkräfte gestreikt.
Die Gewerkschaften der DGB-Initiative Schule und Arbeitswelt haben ein Plakat produziert , auf dem der Karikaturist Thomas Plaßmann zeichnet, wie Tarifverhandlungen laufen, wann es zum Streik kommt und zum Abschluss eines Tarifvertrages.
Das Plakat ist im Anhang oder kann bestellt werden.
Plakat „Basiswissen Tarifvertrag“
DIN A1, gefalzt auf A4
Stückpreis 0,50 Euro zuzüglich Versandkosten
Artikelnummer: 1600











