GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Newsletter GEW Hamburg 22.9.2017

In den beruflichen Schulen wurde zu Beginn des Schuljahres von der neuen Ausbildungsordnung berichtet. Diese führt eine Kontingentstundentafel ein, die bei der Allgemeinbildung und insbesondere der politischen Bildung spart, damit die Sprachförderung nicht zusätzlich finanziert werden muss.

GEW

Vor der Bundestagswahl am 24. September sind alle GEW-Mitglieder gefragt. "Prüft die Parteien noch einmal auf Herz und Nieren", bittet GEW-Chefin Marlis Tepe: Setzen sie sich für die wichtigen Forderungen im Bildungsbereich ein?

Foto: GEW Hauptvorstand

Kurz vor der Bundestagswahl pocht die GEW gemeinsam mit einem breiten Bündnis auf eine umfassende Reform der Ausbildungsförderung und legt ein Forderungspapier vor.

Bundestagswahl 2017

Kooperationsverbot abschaffen oder am strikten Bildungsföderalismus festhalten, marode Schulen sanieren und das BaföG massiv erhöhen oder auf der „schwarzen Null“ bestehen: Die GEW hat die Bildungsexperten von SPD, CDU, Grünen und Linke befragt.

Günther Koch, ehem. Lehrer und Reporter

Was bedeutet „gute Bildung“ und was ist sie uns wert? Bekannte Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Sport, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik setzen sich mit der GEW für gute Bildung und eine angemessene Bildungsfinanzierung ein. Ihre öffentlichen Statements werden damit Teil der bundesweiten GEW-Initiative „Bildung. Weiter denken!“ und sollen gerade auch im Vorfeld der Bundestagswahl die Bedeutung von Bildung und deren Finanzierung in den sozialen Medien und in der Öffentlichkeit stärken.

DGB-Jugend

Die DGB-Jugend fordert kurz vor der Bundestagswahl mehr Einsatz für bessere Bildungs-, Arbeits- und Lebensbedingungen für junge Menschen. „Wir erwarten, dass sich Politikerinnen und Politiker den Lebensrealitäten und Problemen von Auszubildenden und jungen Erwerbstätigen ernsthaft annehmen“, so Wiebke Oetken, Jugendbildungsreferentin des DGB Hamburg.

Die DGB-Jugend fordert unter anderem:

Foto: R. B. / www.pixelio.de

Die GEW hat eine bessere Ausstattung der Schulen mit Hard- und Software sowie mehr Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht angemahnt. Leitlinie müsse dabei sei: „Technik soll der Pädagogik dienen!“ - „Lehrkräfte wollen guten Unterricht machen. Wenn ihnen die Technik dabei hilft, setzen sie diese auch ein“, sagte Ilka Hoffmann, GEW-Vorstandsmitglied für Schule, am Freitag mit Blick auf den heute erschienenen „Monitor Digitale Bildung“ der Bertelsmann-Stiftung.

CETA

Das umstrittene Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada tritt am 21. September 2017 teilweise in Kraft. Beide Seiten müssten sich jetzt "schleunigst zusammensetzen" und eine Überarbeitung starten, meint DGB-Vorstand Stefan Körzell.

Foto: Maria Zarada

Die Geschichte der drei Steine ist eine der wenigen autobiografischen Opfergeschichten von rechtsradikaler Gewalt. Der Autor Nils Oskamp hatte sich in den Achtziger Jahren gegen einen Mitschüler aufgelehnt, der die Auschwitzlüge propagiert hat. So kam er in das Visier der rechtsradikalen Schläger. Doch Nils gab nicht auf. Wenn die Nazis „Deutschland erwache“ hinschmierten schrieb er „Frühstück ist fertig“ drunter. Doch die Spirale der Gewalt eskalierte und es kam zu zwei Mordanschlägen gegen ihn, an dem auch Neonazis beteiligt waren, die heute noch aktiv sind.

„FC St. Pauli im ‚Dritten Reich‘ – die Ausstellung“

Das Museum im Millerntor als Lernort, 06. 11.– 30. 11. 2017

Heutzutage ist der FC St. Pauli für sein Engagement gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung bekannt, das sowohl vom Verein als auch seinem Umfeld ausgeht. Allerdings war dies nicht immer so. Während des Nationalsozialismus gab es auch beim FC St. Pauli Mitläufertum und Anpassung. In einer der ersten Ausstellungen in den Räumen des FC St. Pauli-Museums wird die Geschichte des Vereins in dieser Zeit dargestellt.

Chorkonzert mit dem Chor Hamburger Gewerkschafter*innen

Vermutlich kennen viele von Euch den Chor Hamburger Gewerkschafter*innen von unserer nunmehr jahrzehntelangen Beteiligungen am Demorand zur 1. Mai-Demonstration. Diese Aktion „auf der Straße“ macht uns selber immer Freude und zeigt unsere Verbundenheit mit den Organisationen des DGB.

Nun möchten wir zu einem Event im Saal einladen und zwar zu unserem Chorkonzert am Samstag, den 7.Oktober 2017 um 18.00 Uhr im Hamburg Haus Eimsbüttel, Doormannsweg 12.

Seminare der gewerkschaftlichen Bildung

Fachtag „Gesundheitsschutz an Schulen verankern“ // Dienstag 10. Oktober 2017, 9-16 Uhr Curiohaus Hamburg // Kostenlos für GEW-Mitglieder, Nichtmitglieder zahlen 20 Euro

Die Anforderungen im und außerhalb des Unterrichts haben stetig zugenommen und führen zusammen mit Veränderungsprozessen wie Inklusion oder der Ganztagsschule zu hohen Belastungen. Doch wer kümmert sich um die Gesundheit der Beschäftigten an Schulen? Und wie kann Gesundheitsschutz an Schulen weiter verankert werden?

Wir leben in einer gesellschaftlichen Situation, in der die Verantwortung für Gesundheit schon seit längerem mehr und mehr auf den Einzelnen übertragen wird. Die Entwicklung der Arbeitswelt (Flexibilisierung, Entgrenzung), produziert zusätzliche Belastungen.

Erfolgreicher Gesundheitsschutz an Schulen hängt entscheidend von den Bedingungen der pädagogischen Arbeit ab und von den Ressourcen die zu unserer Gesunderhaltung bereitgestellt werden. Wir müssen alle unsere Kräfte einsetzen und unsere Arbeitsbedingungen so ausgestalten, dass uns unsere Gesundheit erhalten bleibt.

Der Fachtag „Gesundheitsschutz an Schulen verankern“ soll helfen, die Situation an Schulen zu analysieren und einzuordnen und Impulse geben, in der gewerkschaftlichen Aktion für besseren Gesundheitsschutz an Schulen voran zu kommen, aber auch Kolleg_innen an Schulen darin unterstützen, die nächsten Schritte zu planen. Wir freuen uns auf einen Austausch und viele Gespräche und Diskussionen in entspannter Atmosphäre!

 

 WS 1: Arbeit und Gesundheit im Widerstreit  [Dr. Karina Becker]

Wir starten mit einem analytischen Blick auf die Entwicklung der Arbeitsbedingungen (z.B. eine zunehmende Marktzentrierung und Marktlogik von und in Organisationen) und die Folgen für die den Arbeits- und Gesundheitsschutz (z.B. den Wandel von Belastungen). Anschließend schauen wir auf die Ambivalenzen, die diese Entwicklungen mit hervorgebracht haben: Bei der Flexibilisierung und Entgrenzung der Arbeit oder wenn es um die Tendenz geht, dass wir mehr und mehr unternehmerisch denken (sollen). Schließlich werden wir herausarbeiten, welcher Strategien es bedarf, um vor diesem Hintergrund einem wirksamen Gesundheitsschutz an Schulen zu entwickeln und zu verstetigen.

 

WS 2: DGB Index Gute Arbeit [Dr. Rolf Schmucker, Yvonne Heimbüchel]

Der DGB-Index Gute Arbeit ist ein wissenschaftlich fundiertes Instrument zur Messung der Arbeitsqualität aus Sicht der Beschäftigten. Die Daten ermöglichen es, Handlungsfelder für die betriebliche, tarifliche und politische Gestaltung von Arbeitsbedingungen zu benennen. Ein Beispiel sind die im Index abgebildeten anhaltend hohen psychischen Belastungen, denen viele Beschäftigte ausgesetzt sind. Mittel- bis langfristig bedeuten sie ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für die Betroffenen. Ausgehend von einigen exemplarischen Forschungsergebnissen des DGB-Index werden wir Folgerungen für den Gesundheitsschutz an Hamburger Schulen ableiten.

 

WS 3: Maßnahmen nach der Gefährdungsanalyse [Beate Proll, Barbara Tiesler, Uta Stremmel]

Wir stellen vor, wie der Weg in Richtung systematischer Schulbegleitung zur psychosozialen Belastung am Arbeitsplatz Schule im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung gestaltet werden kann. Dazu sind aus unserer Sicht folgende Eckpunkte zu bedenken: ● Gesundheitsförderung ist Teil der Personal- und Qualitätsentwicklung einer Schule ● Es ist eine gemeinsame Aufgabe von Schulleitung, Personalrat, Personal und weiteren Beschäftigten der jeweiligen Schule ● Es geht um eine Beteiligung der Beschäftigten bei der Entwicklung von Handlungsfeldern und Maßnahmen an einer Schule ● Maßnahmen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ist Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagement ● Jede Schule ist ein spezifischer Arbeitsplatz und braucht demnach schulspezifische Maßnahmen.

Dabei soll es im Workshop um die Maßnahmen nach der Gefährdungsanalyse gehen, die gut umzusetzen sind, die sich bewährt haben. Es sollen die Erfahrungen mit den Gefährdungsanalysen an Schulen vorgestellt und die Gelingensbedingungen/ bzw. Stolpersteine aufgezeigt werden.

 

WS 4: Strategien für besseren Gesundheitsschutz: Erfahrungen und Hinweise aus der Beratungsstelle Arbeit & Gesundheit  [Michael Gümbel]

Die Beratungsstelle Arbeit & Gesundheit berät Beschäftigte in Hamburg und unterstützt sie dabei, bei der Arbeit gesund zu bleiben, ihre Rechte im betrieblichen Gesundheitsschutz kennenzulernen und wahrzunehmen und ihre Ansprüche auf Leistungen bei Unfällen und Berufskrankheiten durchzusetzen. Sie unterstützt auch Arbeitgeber in der Wahrnehmung ihrer Verantwortung gegenüber den Beschäftigten. Welche Strategien gibt es, außerhalb von Schulen sinnvolle Maßnahmen zum Gesundheitsschutz durchzusetzen? Wie können Erfolge in diesen Bereichen auf die Schulen übertragen werden?

 

WS 5: Wer kann was wie genau in die Wege leiten? Rechte, Aufgaben, Handlungsmöglichkeiten zum Gesundheitsschutz [Silke Huneke, Thorsten Gehlsen]

In diesem Workshop beleuchten wir die konkreten und vielfältigen Handlungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Akteure zum Arbeitsschutz und der Arbeitssicherheit in den Schulen: Die Schulleitungen und deren Vertretungen verantworten vor Ort die Einhaltung des Arbeitsschutzes. Aber was müssen diese eigenverantwortlich in die Wege leiten? Sind ihre Aufgaben delegierbar? Was können Sicherheitsbeauftragte tun? Wer kann die Schulleitungen noch unterstützen? Welche konkreten Maßnahmen kann die Lehrerkonferenz auf den Weg bringen?  Zusätzlich kann sich der Schulpersonalrat für die Einhaltung rechtlicher Vorschriften einsetzen und auch förderliche Maßnahmen beantragen. Natürlich kann auch jeder Beschäftigter eigene gesundheitsförderliche Vorschläge machen und ggf. das Amt für Arbeitsschutz um Unterstützung bitten.

 

WS 6: Überlastungs-/Gefährdungsanzeige und andere gewerkschaftliche Strategien für besseren Gesundheitsschutz an Schulen [Carsten Arnheim, Dirk Mescher, Justin Wunder]

Immer wieder taucht die Frage auf, ob die Überlastungsanzeige ein geeignetes gewerkschaftliches Mittel ist, um beim Gesundheitsschutz an Schulen Verbesserungen zu erzielen. Dieses Mittel wollen wir vorstellen, rechtlich bewerten und das Für und Wider als gewerkschaftliche Strategie diskutieren.

Im zweiten Teil beschäftigt uns die Frage, welche Strategien GewerkschafterInnen und GEW Betriebsgruppen darüber hinaus vor Ort wählen können, um beim Gesundheitsschutz an der Schule voran zu kommen: Was sind eure Erfahrungen? Welche Ideen und Möglichkeiten gibt es? Was packen wir konkret an und welche Unterstützung durch die GEW braucht es?

 

WS 7: Kreatives Schreiben als Stress-Ventil [Stephanie Fleischer]

Freies Schreiben kann – geschickt in den Alltag integriert – ein hilfreiches, kostenfreies und vor allem schnell wirksames Mittel gegen Stress sein. Die im Workshop vorgestellten Impulse sind ohne großen Aufwand in den Alltag integrierbar und können auf diese Weise langfristig eine mögliche Entlastung bieten. Es geht darum, Gedanken in den Fluss zu bringen, nicht sie in statische Muster zu pressen. Das Vortragen der kurzformatigen Texte in einer wohlgesonnenen Gruppe bietet häufig eines: Lachen über die eigenen sensationell kreativen Einfälle. Da haben wir schon das erste Ventil, denn Lachen ist ja bekanntlich gesund.

 

Schaffe ich die Arbeit oder schafft sie mich?

Schulentwicklung, Arbeitszeitverlängerung und Arbeitsverdichtungen sind einige der Probleme, die Kolleg*innen in Schulen und Kitas zu schaffen machen. In diesem Seminar besteht die Möglichkeit, über diese Entwicklungen zu sprechen und kollektive Gestaltungsmöglichkeiten zu entwickeln. Dieses Seminar bietet so konkrete Hilfen, um die Belastungen des Arbeitsalltags abzubauen und Kraft zu tanken für den weiteren Berufsweg.

Donnerstag 23.11.2017, 11 Uhr – Samstag 25.11.2017, 14 Uhr

Dersau, Leibers Galerie-Hotel  www.leibers.de

Leitung: Simone Friedrich

Kostenanteil: 60 € incl. Unterkunft/Verpflegung (ermäßigt 30 €, Nicht-Mitglieder 180 €)

https://www.gew-hamburg.de/seminare/gewerkschaftliche-bildung/2017-11-23/schaffe-ich-die-arbeit-oder-schafft-sie-mich

 

Im Ausland unterrichten

Es gibt viele Gründe dafür, als Lehrer*in eine Arbeit an einer deutschen Schule im Ausland, an einer Europäischen Schule oder auch an einer ausländischen Sprachdiplomschule zu suchen, die Deutsch als Fremdsprache anbietet.

Rund 2.000 deutsche Lehrer*innen nutzen die Möglichkeit, sich einmal in einem ganz anderen Arbeitsfeld auszuprobieren und ihren Erfahrungsschatz zu erweitern. Die GEW unterstützt den Einsatz deutscher Lehrkräfte in Auslandsschulen, warnt aber gleichzeitig vor falschen Erwartungen. Denn die Wirklichkeit im Gastland sieht oft anders aus, als man es sich in Deutschland vorstellt.

Aus diesem Grund bietet die GEW Hamburg in Kooperation mit der GEW-Arbeitsgruppe Auslandslehrer*innen (AGAL) eine Informationsveranstaltung zum Auslandsschuldienst an. Eingeladen sind Kolleg*innen, die an einer Arbeit im Ausland interessiert sind oder bereits im Ausland waren und ihre Erfahrungen weitergeben möchten.

Themen:

• Auslandsschuldienst als Teil der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik

• Einsatzbereiche von Lehrer*innen im Ausland

• Wege in einen Auslandseinsatz

• Bewerbungsverfahren und Vermittlungschancen

• Finanzielle Regelungen und rechtliche Fragen

• Wer unterstützt vor, während und nach dem Auslandsaufenthalt

Dienstag 14.11.2017, 17 – 20 Uhr

Hamburg, GEW-Geschäftsstelle, Rothenbaumchaussee 15

Leitung: Wilfried Auel

kostenlos für GEW-Mitglieder (Nicht-Mitglieder gegen Spende)

https://www.gew-hamburg.de/seminare/gewerkschaftliche-bildung/2017-11-14/im-ausland-unterrichten