Viele Lehrkräfte befürchten rechtsextreme Angriffe, wenn sie sich für Demokratie einsetzen. Es gibt aber viel Rückendeckung für ein solches Engagement: von der GEW, der Bildungsministerin – und dem Bundespräsidenten.
Meldungen nach Thema
Bei der Betriebsversammlung der Elbkinder KITA Hamburg Servicegesellschaft gGmbH (EKSG) hielt Varsenik Vardanyan, GEW-Referentin im Bereich Kinder- und Jugendhilfe eine Rede, die wir gern wiedergeben:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
vielen Dank, dass ich heute hier sein darf.
Für diejenigen, die mich noch nicht kennen: Ich bin Varsenik, Referentin im Bereich Kinder- und Jugendhilfe bei der GEW. Zuvor habe ich über zehn Jahre als Erzieherin gearbeitet.
Im Hamburger Koaltionsvertrag wurde vereinbart, dass vor der Einstellung in den öffentlichen Dienst, also auch vor dem Beginn einer Ausbildung, eine Überprüfung der Bewerber*innen durch den Verfassungsschutz durchgeführt werden soll. Dies soll sowohl bei Tarifbeschäftigten als auch bei Beamt*innen erfolgen, sowie erneut vor der Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis. Grundlage sei die Resilienz des Staates gegen „Extremisten“ und explizit auch gegen angebliche Verfassungsfeinde. Die Umsetzung soll ab Januar 2026 erfolgen.
In 2025 wurden allein in Hamburg bereits sechs Frauen Opfer tödlicher Gewalt. In ganz Deutschland werden bereits heute für dieses Jahr über 100 gezählt.
Der DGB Hamburg und seine Mitgliedsgewerkschaften sagen Nein zu Gewalt an Frauen! Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen rufen wir euch auf, gemeinsam mit uns vor dem Gewerkschaftshaus Flagge zu zeigen.
Wir wollen sichtbar machen, dass wir solidarisch sind: am 25. November 2025 um 13 Uhr.
Nach fünf intensiven Verhandlungsrunden konnte in der Nacht eine Einigung über eine neue Zulage für die Beschäftigten der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) erzielt werden. Der neue Tarifvertrag sieht finanzielle Verbesserungen für Beschäftigte mit regelmäßigem Bürgerkontakt sowie einen Mobilitätszuschuss für alle Beschäftigten vor.
Zulage für bürgernahe Dienste
Die GEW Hamburg kritisiert die Darstellung der Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2024 durch die Schulbehörde.
Zwar liegt Hamburg im bundesweiten Vergleich in Mathematik und den Naturwissenschaften über dem Durchschnitt, doch dieser Erfolg ist relativ: Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler sind insgesamt gesunken, der bessere Rangplatz ergibt sich allein daraus, dass andere Bundesländer noch stärker zurückgefallen sind.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,,
auch in diesem Jahr finden wieder die Harburger Gedenktage statt. Mit vielen Veranstaltungen im November wird an die Gewalt gegen Juden in Deutschland erinnert, die ab dem 9. November 1938 von den Nazis massiv verstärkt wurde. Die Veranstaltungen gehen auch auf neuere antisemitische Gewaltvorfälle ein. Zum Teil haben Harburger Schülerinnen und Schüler die Veranstaltungen vorbereitet. Einzelheiten sind hier zu finden.
Wir laden ein für Montag, 17. November 2025, ins Curiohaus, 16:00-19:00 Uhr zu einem Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Paula Bleckmann „Kindliche Entwicklung und Digitalität“. Anschließend gibt es Workshops zu verschiedenen Praxisthemen
Dem Betriebsrat des Kita Trägers "Elbkinder" wurde am 10.10.25 der Paula-Mielke-Preis 2025 für Vielfalt und Zivilcourage im Betrieb verliehen. Die Laudatio hielt der Präsident des FC St. Pauli, Oke Göttlich.
Hintergrund der Verleihung war eine Plakatkampagne gegen Rechts, die die Interessenvertretung im Betrieb durchgeführt hat. Im Betriebsrat arbeiten verdi- und GEW Mitglieder zusammen.
In der FAZ wird Hamburg als modernes Bildungswunder gefeiert: „Vom Bildungsverlierer zur Spitzengruppe in 15 Jahren“ – eine Erfolgsgeschichte, von der andere Länder lernen sollen. Natürlich – wir begrüßen Verbesserungen einzelner Rankings und Indikatoren. Aber wie bei Hochglanzprospekten gilt – Licht an, und die Kratzer sind gut zu sehen. Denn wer genau hinschaut, sieht: Die Erfolgserzählung der Hansestadt hat zahlreiche Schwachstellen – viele davon immer wieder von der GEW Hamburg benannt:
Anlässlich der aktuellen Studie „Regionale Disparitäten in der Fachkraft-Quote von KiTa-Teams“ warnt die GEW Hamburg vor den dramatischen Folgen der anhaltenden Unterfinanzierung im frühkindlichen Bildungsbereich. Hamburg belegt bei der Fachkraftquote bundesweit einen der letzten Plätze – mit alarmierenden Konsequenzen für Bildungsgerechtigkeit und Kinderschutz.
Mit Empörung reagiert die GEW Hamburg auf die Veröffentlichung des Kinderbuches „Mein Leitfaden zur Rückkehr“ durch die EU-Grenzschutzagentur Frontex. In dem Buch wird die Abschiebung von Kindern und Familien verharmlost, beschönigt und als etwas Normales dargestellt. Für die GEW ist dieses Vorgehen zutiefst zynisch und pädagogisch unverantwortlich.










