Mehr als 4.000 Menschen haben am 3. Juli in der Hamburger Innenstadt gegen Sozialabbau, gegen gesellschaftliche Spaltung und gegen Angriffe auf Beschäftigte durch die Reformpolitik der Bundesregierung protestiert. Sie folgten dem Aufruf des DGB Hamburg und eines breiten Bündnisses zivilgesellschaftlicher Organisationen unter dem Motto: „Nein zum sozialen Kahlschlag – Sozialstaatsretter*innen stehen zusammen!“
Meldungen nach Thema
Die GEW Hamburg kritisiert die vom Hamburger Senat angekündigte Reform des Kita-Gutscheinsystems scharf. Was als Modernisierung verkauft wird, bedeutet für viele Familien vor allem höhere Elternbeiträge – ohne dass erkennbar ist, wie Kinder, Kitas oder Beschäftigte davon profitieren.
GEW zur geplanten Änderung der Ganztagszuweisungen für GTS-Grundschulen
Die GEW Hamburg betrachtet die geplante Änderung der Ganztagszuweisungen für Grundschulen mit großer Sorge. Nach den Planungen der Schulbehörde sollen die Ganztagszuweisungen aufwachsend ab dem Schuljahr 2027/28 künftig zu 77 Prozent über Erzieher:innenstellen und zu 23 Prozent über Honorarmittel erfolgen. Zunächst sollen die Vorschulklassen sowie die Jahrgänge 1 und 2 zum 1. August 2027 umgestellt werden, die Jahrgänge 3 und 4 folgen ein Jahr später.
Die GEW Hamburg begrüßt die aktuelle Stellungnahme des Gesamtpersonalrats (GPR) zum Sparprogramm des Hamburger Senats. Unter dem Titel „Dreifach-Wumms der Grausamkeit“ kritisiert der GPR die geplanten Einschnitte im Schulbereich scharf und macht deutlich, welche Folgen sie für Beschäftigte und Schulen haben werden.
Warum und wie Hamburg seine Lehramtsausbildung grundlegend weiterentwickeln muss: Unser Antrag [der mit breiter Mehrheit beschlossen wurde] zum GEW-Gewerkschaftstag fordert mehr Praxisnähe, weniger Belastung und einen systemischen Blick auf Schule.
Die Lehrer*innenkammer Hamburg hat zu den geplanten Änderungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen für die gymnasiale Oberstufe (APO-AH) sowie die Berufsvorbereitungsschule (APO-BVS) Stellung genommen. In beiden Fällen sieht sie sinnvolle Ansätze, fordert aber deutliche Nachbesserungen.
Die GEW Hamburg erklärt sich solidarisch mit dem Verband Kinder- und Jugendarbeit Hamburg (VKJH), der aufgrund der anhaltenden Unterfinanzierung seiner Verbands- und Trägerstrukturen um seine Existenz fürchten muss. Sollte es nicht kurzfristig zu einer tragfähigen Finanzierung kommen, drohen der Verlust wichtiger Einrichtungen, Projekte und gewachsener Netzwerke der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Die GEW Hamburg weist die Darstellung der Schulbehörde zu den geplanten Änderungen bei der Schulbegleitung entschieden zurück. Was die Behörde als „Weiterentwicklung“ und „passgenauere Unterstützung“ bezeichnet, bestätigt aus Sicht der GEW zentrale Kritikpunkte: Individuelle und qualifizierte Schulbegleitung droht künftig stärker durch Pool- und Kombinationslösungen ersetzt zu werden.
Im Februar 2026 hat das Bundesinnenministerium, entgegen der Koalitionsvereinbarung von 2025, einseitig einen Zulassungsstopp für Sprach- und Integrationskurse verhängt. Dieser betrifft Asylbewerber*innen, Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, EU-Bürger*innen und Menschen, die mit einer Duldung in Deutschland leben.












