Über 70 KollegInnen aus den Bundesländern Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind am 17. April ins Curio-Haus gekommen, um länderübergreifend über Perspektiven der LehrerInnen-Arbeitszeit zu diskutieren.
Arbeitszeit
Freitag 17.04.2015, 10.00-16.00 Uhr / Curiohaus / Rothenbaumchaussee 15 / 20148 Hamburg
09.30 Uhr - Beginn, Kaffee
10.00 Uhr - Begrüßung durch Anja Bensinger-Stolze, Vorsitzende der GEW Hamburg, Ablauf und Organisatorisches, Moderation: Dirk Mescher, Geschäftsführer der GEW Hamburg
10.15 Uhr - Geschichte des "Hamburger Arbeitszeitmodells", Hans Voß, GEW Hamburg
11.00 Uhr - Veränderungen in der Lehrerarbeitszeit, Bernd Winkelmann seit 1989, GEW Bremen - Diskussion
11.45 Uhr - Mittagspause
Immer länger und schneller arbeiten?
Nein Danke!
Kongress am 10. Mai 2014 in Hamburg
in der Angerstraße 7 - 11 (Gewerbeschule 1)
Leider nicht barrierefrei.
Einlass: 09:00 Uhr - Beginn: 10:00 Uhr
Eintritt frei. Jetzt anmelden.
Diskutieren wir eine neue Definition des Arbeitsbegriffs, die Abkehr vom Wachstumszwang und die Verkürzung der Vollzeit auf eine 30-Stunden-Woche.
Diskussion - Workshops - Rahmenprogramm
Seit 2003 (eingeführt vom damaligen Bildungssenator Lange, FDP) arbeiten Lehrkräfte an Hamburgs Schulen nach dem "Arbeitszeitmodell" (AZM), das angeblich alle Bereiche der Lehrertätigkeit abbilden sollte.
Sprachlich ungenau wird im Schulalltag der Begriff „Arbeitszeitmodell“ (AZM) benutzt, um zu beschreiben, wie in den Schulen die Arbeitszeit abgerechnet wird. Es handelt sich aber nicht mehr nur um ein „Modell“, sondern um die Realität des Arbeitsalltags. Da sich der Begriff aber in der Diskussion durchgesetzt hat, wird er in diesem Artikel verwandt. Der Arbeitszeiteinsatz regelt sich auf der Grundlage einer Verordnung.
Aus Sicht der GEW muss das Lehrerarbeitszeitmodell, das 2013 zehn Jahre besteht, durch ein realistisches Modell abgelöst oder grundlegend reformiert werden.
Schon die von der Behörde eingesetzte Behlerkommission hatte mehr als 40 zusätzliche Aufgaben festgestellt, die durch das Arbeitszeitmodell nicht abgedeckt sind. Seit der Arbeit dieser Kommission sind weitere Aufgaben dazugekommen, die im L-AZM nicht abgebildet sind (zu nennen sind z.B. nur die Themenkreise Inklusion und Ganztag).
Anlässlich des Antrags der Fraktion der Grünen an die Bürgerschaft, das Lehrerarbeitszeitmodell zu überarbeiten, erklärt Klaus Bullan, Vorsitzender der GEW Hamburg: „Es ist wirklich dringend, dass die Bürgerschaft sich mit dem Lehrerarbeitszeitmodell erneut befasst. Zehn Jahre ist die Einführung her und inzwischen sind so viele neue Aufgaben auf die Lehrkräfte eingestürzt, dass die Belastungen durch Mehrarbeit für viele Kolleginnen und Kollegen kaum noch zu ertragen sind.
„Endlich wird die Belastung von PädagogInnen über 55 zum Thema im Rathaus,“ freut sich Sigrid Strauß, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft / GEW Hamburg: „Ältere Lehrer und Lehrerinnen haben Mühe, gesund in den Ruhestand zu kommen, weil die Belastung im Unterricht und an den Schulen zu groß ist. Der Senat aber lässt bislang diese Problematik an sich abperlen. Deshalb begrüßen wir, dass das Thema Altersteilzeit und Altersentlastung aufgrund des Bürgerschaftsantrags der LINKEN nun endlich parlamentarisch debattiert wird.“


