GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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1933-1945: Gescheiterter Versuch der Vermittlung

„Der gewalttätige Nationalsozia- lismus ist seinem gütigen Wesen völlig fremd geblieben.“

Heinrich Geffert nahm 1933 eine wichtige Vermittlungsfunktion wahr, als die reformpädagogische Volksschullehrer-Gewerkschaft, die „Gesellschaft der Freunde des vaterländischen Schulen und Erziehungswesens“ gleichgeschal- tet und mit all ihren Werten und Einrichtungen von dem NSLB geschluckt werden sollte. Geffert war zusammen mit dem zukünftigen ,starken Mann ́ im Hamburger NSLB, Willi Schulz, im selben Lehrerseminar ausgebildet wor- den. Geffert vermittelte ein Gespräch zwischen dem seinerzeitigen Vorsitzen- den der Gesellschaft der Freunde und Willi Schulz und wurde selbst nach der Gleichschaltung, für das Jahr 1933 Schriftleiter der Hamburger Lehrerzeitung (HLZ). Er war in der Lehrerbildung tätig, bekam eine Professur und leitete eine Lehrerbildungsanstalt. Geffert wurde die Gnade eines langen Lebens zuteil. Er starb 1987 mit fast 100 Jahren.

Hans-Peter de Lorent
Weitere Informationen: 

Gekürzte Fassung der Biografie, die in dem 3. Band der „Täterprofile“ im April 2019 erschienen ist. Aus Grün- den der besseren Lesbarkeit wurde auf Fußnoten und Anmerkungen verzichtet. Sie können beim Autor angefragt werden: hpdelorent@aol.de