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Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse in der GEW in den 1970er Jahren

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Webredaktion
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Veranstaltung mit Alexandra Jaeger, Marcel Bois und Zeitzeug*innen am Dienstag, 1.2.2022 19:00 im kleinen Saal des Curio Hauses
Foto: © Michael Meyborg / Konferenz gegen die Berufsverbote mit internationalen Gästen im Gustav-Radbruch-Haus, Hamburg, 3. September 1976

Aktuell: Leider müssen wir die Veranstaltung coronabedingt auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

Kaum ein Thema schlug in den 1970er Jahren innerhalb der GEW so hohe Wellen wie die Unvereinbarkeitsbeschlüsse. Im Kontext der Debatten um „Berufsverbote“ im öffentlichen Dienst, die besonders Kommunist*innen im Bildungsbereich trafen, grenzte sich auch die Bildungsgewerkschaft von Gruppen der radikalen Linken ab. Sie schloss deren Mitglieder aus, nahm sie gar nicht erst auf oder verweigerte ihnen den Rechtsschutz. Diese Maßnahmen waren Ausdruck der politisch-generationellen Umbrüche innerhalb der GEW, die die Gewerkschaft vor eine Zerreißprobe stellten.

Marcel Bois und Alexandra Jaeger haben im Auftrag des GEW-Hauptvorstandes bzw. der GEW Hamburg erstmals die gewerkschaftlichen Unvereinbarkeitsbeschlüsse aus historischer Perspektive untersucht. Sie werden ihre Ergebnisse vorstellen und die Entstehung der Abgrenzungsbeschlüsse ebenso erläutern wie die Mechanismen der Ausschlussverfahren, die Folgen für Betroffene und die allmähliche Abkehr von den Unvereinbarkeitsbeschlüssen.

Achtung Corona: Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Anmeldung unter info@gew-hamburg.de notwendig. Die am Veranstaltungstag gültigen „Corona-Regeln“ sind einzuhalten.

Ein Flyer findet sich im Anhang.

Buchanzeigen

Alexandra Jaeger: Abgrenzungen und Ausschlüsse. Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse in der GEW Hamburg in den 1970er Jahren (Beltz-Juventa 2020)

Marcel Bois: Von den Grenzen der Toleranz. Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse der GEW gegen Kommunistinnen und Kommunisten in den eigenen Reihen (1974-1980) (Beltz-Juventa 2021)

 

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