GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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GEW begrüßt die Gleichstellung der Eingangsbesoldung aller voll ausgebildeten Lehrkräfte in Hamburg

Geschrieben von: 
Presseredaktion
„Erfolg jahrelanger GEW-Aktivitäten“

Trotz gleichlanger Ausbildung werden Grundschul- und Mittelstufenlehrkräfte in Hamburg derzeit noch eine Besoldungsgruppe niedriger bezahlt als ihre Kolleg*innen an Gymnasien, Berufsschulen und als Sonderpädagog*innen (A12 statt A13). Tarifbeschäftigte Lehrkräfte sogar zwei Tarifgruppen niedriger (E 11 statt E13). Damit wird nun Schluss sein: A13 bzw. E13 für alle Lehrkräfte kommt.

Seit Jahren setzt sich die GEW für eine gleiche Bezahlung der Lehrämter ein und hat im Rahmen der Kampagne „JA13 – gleiche Bezahlung für alle!“ vielfältige Aktivitäten durchgeführt, um dieses Ziel zu erreichen. Dazu gehörten öffentliche Veranstaltungen, verschiedene Aktivitäten an den Schulen, wie z. B. eine Postkarten- und eine Fotoaktion, eine Kundgebung vor dem Rathaus sowie viele Gespräche mit den verantwortlichen Politiker*innen und darüber hinaus. In einem juristischen Gutachten im Auftrag der GEW wurde die Besoldung von Grundschullehrkräften nach A12 zudem als mittelbare Geschlechterdiskriminierung festgestellt, was unsere politische Forderung bekräftigte.

In Hamburg wurde im vergangenen Jahr auf beständigen Druck der GEW hin endlich ein Gesetzentwurf zur Verbesserung der Besoldung für Lehrkräfte der KMK-Typen 1 – 3 auf den Weg gebracht und gestern in der Bürgerschaft beschlossen. Er sieht vor, dass die Eingangsbesoldung aller Grund- und Mittelstufenkolleg*innen (KMK-Typen 1-3) in drei Schritten, beginnend ab dem 01.08.2021, ab dem 1.8.2023 die A13 sein wird. Den Kolleg*innen werden in 2021 zunächst Zulagen von 150 €, in 2022 von 300 € gezahlt, bis in 2023 die vollständige Gleichstellung umgesetzt ist. Beförderungs- und Funktionsämter werden entsprechend angepasst. Damit ist ein Grundsatz gewerkschaftlicher Politik erfüllt – gleiches Geld für gleichwertige Arbeit bei gleicher Ausbildung!

„Es ist hocherfreulich, dass sich unser unermüdlicher Einsatz nun auszahlt! Ohne den jahrelangen Kampf der GEW und ihrer Mitglieder wäre dieser große Erfolg nicht möglich gewesen. Die GEW begrüßt den Bürgerschaftsbeschluss zur Angleichung der Besoldung ausdrücklich und dankt den politisch Verantwortlichen. Besonders möchten wir hervorheben, dass Hamburg ab 2023 das einzige Bundesland sein wird, das alle Lehrkräfte nach A13Z besoldet. Wir freuen uns für und mit unseren Kolleg*innen! “, kommentiert Anja Bensinger-Stolze, Vorsitzende der GEW Hamburg: „Wir müssen leider auch noch ein wenig Wasser in den Wein gießen. Unklar sind derzeit noch die Feinheiten der Übertragung auf die Tarifbeschäftigten. Hier darf es zu keiner Benachteiligung kommen. Das ist aus Sicht der GEW unabdingbar. Schlechter behandelt werden zudem die Kolleg*innen, die dieses oder in den nächsten beiden Jahre in den Ruhestand gehen. Da muss es einen Ausgleich geben.“

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