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Paralympicsiegerin und Weltmeisterin unterstützt Volksinitiative Gute Inklusion

Geschrieben von: 
Webredaktion
Thema: 
Schule
Kirsten Bruhn

 Kirsten Bruhn ist sechsfache Schwimmweltmeisterin und Goldmedaillengewinnerin bei den Paralympics 2004, 2008 und 2012. Sie setzt sich für die Inklusion in allen gesellschaftlichen Bereichen ein.

"Das Verständnis für die Bedeutung von Inklusion muss einheitlich sein und die Bereitschaft und Geduld dafür benötigen wir dringend. Aus diesem Grund unterstütze ich die Volksinitiative Gute Inklusion für Hamburgs SchülerInnen und deren Forderungen." Kirsten Bruhn

 

Rückenwind für die Verhandlungen der Volksinitiative mit SPD/Grünen

„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung von Kirsten Bruhn, die aus persönlicher Erfahrung weiß, welchen Stellenwert eine gute Inklusion hat. Für uns bedeutet diese Unterstützung Rückenwind für die laufenden zähen Verhandlungen mit den Fraktionsvorsitzenden von SPD und Grünen“, erklärt Sylvia Wehde, Vertrauensperson der Volksinitiative und Elternvertreterin an einer Stadtteilschule.

 

Kurz vor der Entscheidung - Einigung oder Volksentscheid zur nächsten Bürgerschaftswahl

„Die Volksinitiative wird von dreiundzwanzig Elternverbänden, schulischen Organisationen und Gewerkschaften unterstützt, die in kurzer Zeit 25 000 Unterschriften gesammelt haben. Diese Unterstützer haben entsprechend hohe Erwartungen an das Verhandlungsergebnis.

Nach fast zwanzig Stunden schwieriger Verhandlungen nähern wir uns der Entscheidung. Entweder kommt es bald zu einer Einigung mit substantiellen Verbesserungen für die schulische Inklusion oder wir leiten den nächsten Schritt für einen Volksentscheid parallel zur nächsten Bürgerschaftswahl ein“, erläutert Maik Findeisen, ebenfalls Vertrauensperson und Elternvertreter an einer Stadtteilschule.

 

Wortbruch des Bürgermeisters – Versprechen müssen eingelöst werden

„Der damalige und jetzige Bürgermeister Olaf Scholz hatte im Regierungsprogramm 2011 versprochen, die personell gut ausgestatteten Integrationsklassen auszuweiten. Stattdessen wurden sie seit 2012 schrittweise abgeschafft und die Lehrerstunden pro Kind mit einer Behinderung um ein Drittel gekürzt. In der Inklusion nahm in den folgenden Jahren die Zahl der SchülerInnen mit einer Behinderung um die Hälfte zu, während die Zahl der Lehrerstellen für diese SchülerInnen gleichblieb.

Die Lehrerstellen für die Kinder mit Förderbedarf Lernen, Sprache und Verhalten wuchs sehr viel langsamer als die Zahl dieser SchülerInnen, so dass pro SchülerIn ebenfalls weniger Lehrerstunden zur Verfügung stehen.

Die Forderungen der Volksinitiative bestehen zum großen Teil darin, die damaligen Versprechungen des Bürgermeisters mit großer Verspätung doch noch umzusetzen“, erläutert Pit Katzer, Vertrauensperson der Volksinitiative und pensionierter Schulleiter einer Stadtteilschule.