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"Kita-Garantie" angesichts unsicherer Pandemieentwicklung nicht sinnvoll

Geschrieben von: 
Webredaktion
Foto: Helene Souza / pixelio.de

Die Infektionszahlen befinden sich klar erkennbar im exponentiellen Wachstum. Seit Wochen steigt die Inzidenz in Deutschland stetig. In Hamburg liegt diese seit langer Zeit über dem bundesweiten Schnitt. Es ist richtig, dass aufgrund des Impffortschritts die Inzidenz nicht mehr das alleinige Merkmal sein kann. Ebenfalls ist richtig, dass man Kindern den Zugang zu Bildung durchgängig ermöglichen möchte. Nichtsdestotrotz muss dringend gewarnt werden. Dies darf nicht zulasten von Mitarbeiter*innen und Kindern gehen.

Long Covid ist eine ernstzunehmende Gefahr und es ist nach wie vor schwer einzuschätzen was für langfristige Folgen eine Coronaerkrankung für Kinder haben kann. Aktuellen Medienberichten zufolge wird über eine „Kita-Garantie“ nachgedacht (vor allem die Hamburger Morgenpost berichtete davon). Inwiefern dies umgesetzt werden soll wird genau zu beobachten sein.

Aufgrund der stark steigenden Fallzahlen und der Verschiebung der Infektionsfälle in die jüngeren Altersgruppen, wird es zwangsläufig zu mehr Quarantänen kommen, sodass eine „Garantie“ realistisch betrachtet nicht umsetzbar ist und sowohl bei Beschäftigten, Eltern, als auch Kindern zu Unmut führen könnte. Bereits jetzt steigen die Fallzahlen in den Kitas und es müssen vermehrt Gruppen / Kohorten in Quarantäne geschickt werden. Ein Ende des Anstiegs, gerade aufgrund der hochansteckenden Delta-Variante, ist nicht in Sicht, sodass speziell diese Altersgruppe zu schützen ist.

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