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GEW zur Diskussion um das Präsidium an der Hafencity-Universität

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Webredaktion
„Inakzeptabler autoritärer Führungsstil“
Foto: Krokowski/hfr/hcu-versammlung

An der Hafencity-Universität (HCU) kam es in den vergangenen Tagen zu Unmutsäußerungen gegenüber dem Präsidium, dem ein autoritärer Führungsstil vorgeworfen wird. Besonders brisant dabei ist, dass diese Kritik von einer Mehrheit aller Statusgruppen der Uni geteilt und mittlerweile auch öffentlich geäußert wird. So haben sich 28 von 32 Professorinnen und Professoren gegen das Präsidium ausgesprochen, ebenso Gremienvertreterinnen des akademischen Mittelbaus und VerrtreterInnen der Studierendenschaft im Akademischen Senat.

 

Auf einer Vollversammlung aller Hochschulangehörigen am Mittwochnachmittag waren so gut wie alle Beschäftigten und Studierenden der HCU anwesend. Vertreterinnen und Vertreter aller Statusgruppen begründeten ihre Kritik und kündigten einen Abwahlantrag für die kommende Sitzung des Akademischen Senats an. Parallel wird von den Hochschulangehörigen das Gespräch mit der Wissenschaftsbehörde gesucht.

 

„Die Stimmung unter allen Anwesenden der Vollversammlung war geprägt von Ärger gegenüber der Hochschulleitung, und das Gehörte lässt staunen. Es ist erschreckend, wie wenig diese Hochschulleitung zu Konsens und Kooperation bereit zu sein scheint und die demokratische Struktur und Kultur der Uni beachte. Zugleich ist es ist höchst erfreulich, dass sich die Kritik nun deutlich und organisiert äußert. Ein solch autoritärer Führungsstil ist inakzeptabel“, kommentiert Fredrik Dehnerdt, stellvertretender Vorsitzender GEW Hamburg.

 

Vielleicht wiederholt sich jüngste Hamburger Geschichte: Vor wenigen Jahren kam die Präsidentin der Uni Hamburg wegen ihres autoritären Führungsstils in Kritik, die ebenfalls von allen Statusgruppen geäußert wurde. Zwar verweigerte der Hochschulrat die Entlassung, aber die Kritik wurde so laut, dass sich die damalige Wissenschaftssenatorin gezwungen sah, die Präsidentin abzuberufen.

Die GEW appelliert an die Wissenschaftsbehörde, nicht auf die Autonomie der Hochschule zu verweisen, sondern die berechtigte Kritik ernst zu nehmen.

 

Weitere Informationen und AnsprechpartnerInnen  sind auf der Seite des AStA der HCU unter https://www.hcu-hamburg.de/universitaet/aufbau-und-organisation-der-hcu/gremien/studierendenvertretung/ zu finden. 

 

Foto: Krokowski/hfr/hcu-versammlung

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