GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
Foto mit GEW-Logo

GEW fordert zeitnahe Entscheidung zur Stellenbesetzung der Leitung vom Zentrum GenderWissen

Geschrieben von: 
Presseredaktion
„Alleinstellungsmerkmal nicht leichtfertig aufgeben“

Die Gemeinsame Kommission Gender & Diversity (GK) besteht aus Vertreter*innen aller Hamburger Hochschulen, die als Expert*innen für Gender und Diversity-Themen die unten genannten Aufgaben des Zentrums GenderWissen wahrnehmen. Die Leitung des Zentrums, welche die Gemeinsame Kommission koordiniert und deren Beschlüsse umsetzt, geht zum 1.8.2019 in Ruhestand. Um die Arbeitsfähigkeit der GK über den 1.8.2019 zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass die Leitungsstelle des Zentrums GenderWissen der Hamburger Hochschulen ab 1.8.2019 wieder besetzt wird.

Bereits mit dem Kooperationsvertrag von 2003 sicherten die Hamburger Hochschulen die Fortführung des Zentrums GenderWissen und der Gemeinsamen Kommission und damit die Umsetzung von Gender Studies-Programmen einvernehmlich ab. In den Sitzungen der LHK vom November 2018 und Februar 2019 wurde beschlossen, das Zentrum GenderWissen mit einer Neuausrichtung und einer veränderten Schwerpunktsetzung fortzuführen. Ein entsprechendes Strategiepapier ging allen Hochschulen zu. Die GK will ihre erfolgreiche Arbeit mit den darin enthaltenen neuen Schwerpunktsetzungen zu Gender und Diversity fortführen und beantragt die zeitnahe Wiederbesetzung der Leitungsstelle Zentrum GenderWissen zum 1.8.2019.

Das neue Profil soll neben Studien- und Lehrangeboten besonders die Kooperation unter den Hamburger Hochschulen durch gezielte Unterstützungsangebote stärken und zum anderen den Wissenstransfer in die Gesellschaft und die Politik ausbauen. Im Zusammenhang mit anderen Dimensionen sozialer Ungleichheit soll Gender mit dem Themenbereich Diversity ergänzt werden.

Die geplante neue Profilbildung der GK und des hochschulübergreifenden Zentrums GenderWissen als neues „Zentrum Gender & Diversity“ stellt ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber allein auf Gender ausgerichtete Zentren anderer Städte dar, die zudem meist nur in einer einzigen Hochschule angesiedelt sind.

„Hamburg war 1984 eines der ersten Bundesländer, die eine Einrichtung zur Frauen-und Geschlechterforschung (heute Zentrum GenderWissen) einrichtete. Ihre Besonderheit ist bis heute die hochschulübergreifende Vernetzung und gegenseitige Nutzung. Damit sind die Hamburger Hochschulen ein Vorbild auch für andere Hochschulorte. Mit der Einrichtung der Leitungsstelle und der neuen Schwerpunktsetzung ‚Diversity‘ im Zentrum Gender & Diversity wird Hamburg beispielgebend bleiben. Wir unterstützen die Bitte der GK und fordern die verantwortlichen Hochschulpräsidien auf, die Freigabe der zu besetzenden Stelle und die Ausschreibung schnellstmöglich auf den Weg zu bringen“, kommentiert Anja Bensinger-Stolze, Vorsitzende der GEW Hamburg.

© Bild: Thommy Weiss by pixelio.de

AnhangGröße
PDF icon pm-2019-06-07.pdf104.67 KB