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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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GEW kritisiert neues Konzept für das Schulschwimmen

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Presseredaktion

Die Behörde für Schule und Berufsausbildung (BSB) hat aktuell den Entwurf einer Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft unter dem Titel „Optimierung des Konzepts für das Schulschwimmen“ vorgelegt, der das bisherige Konzept ablösen soll, das sich als nicht erfolgreich erwiesen hat. Am nun vorliegenden Konzept kritisiert die GEW, dass es weder ein neues Konzept, noch eine Optimierung darstellt. Verstärkter Personal- und Kostenaufwand bei gleichzeitig deutlich abgesenkten Zielen stehen in keinem Verhältnis zueinander, die geplanten Gutscheinsysteme sind inakzeptabel. Die Vorverlagerung beider Schwimmphasen in die Grundschule bringt Verwerfungen in beiden Schulstufen und ist unnötig.

„Mit dem vorliegenden Entwurf wird die Chance vertan, die aus reinen Kostengründen 2006 getroffenen Fehlentscheidungen des CDU-Senats, die zum Auslagern des Schulschwimmens mit einem komplett gescheiterten Konzept führten, endlich zum Wohle der Sportstadt Hamburg zu korrigieren. Wir sind der Auffassung, dass Schwimmen unbedingt als Teil des Sportunterrichts wieder in die Hände der Schulen gegeben werden muss. Schwimmen sollte außerdem unbedingt fester Bestandteil der Grundschule und der Sekundarstufe bleiben. Möglichst alle Kinder sollen Schwimmen lernen, und möglichst viele sollen auf dem Weg zum sportlichen Schwimmen und darüber hinaus gefördert werden“, so Anja Bensinger-Stolze, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Verständlicherweise betont die Behörde nicht explizit, wie desaströs die Situation im Schulschwimmen partiell wirklich ist. Nur eine schonungslose und ehrliche Analyse ist eine gute Grundlage für einen Neubeginn. Diese Chance wird hier nicht genutzt, denn ein im Grundsatz gescheitertes System wird auf Jahre hinaus mit kleinen Veränderungen fortgeführt.

„Die GEW empfiehlt, dieses Konzept nicht zu verabschieden, weil die anvisierten Ziele nicht erreicht werden, weil die Folgen für die Grundschulen und in der Sekundarstufe I nicht bedacht werden und weil es nicht kompatibel ist mit dem Bildungsplan Sport in der Sekundarstufe I," so Bensinger-Stolze abschließend.

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