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Presseredaktion
GEW kritisiert Bildungsbenachteiligung durch fehlendes WLAN in Unterkünften für Geflüchtete

Laut einer Antwort des Hamburger Senats auf eine Anfrage der Linksfraktion haben in Hamburg von 115 Flüchtlingsunterkünften nur 36 einen vollwertigen Internetanschluss.

„Dieses Problem haben wir schon vor einem Jahr bei den Regierungsfraktionen angemahnt, ohne jedes Ergebnis, wie die aktuelle Anfrage zeigt“, berichtet Anja Bensinger-Stolze, Vorsitzende der GEW Hamburg: „ Der Senat trägt dazu bei, dass sich Bildungsungerechtigkeiten in Zeiten der Pandemie weiter verschärfen und zeigt, wo er die Prioritäten für die Kinder von Geflüchteten beim Thema digitale Bildungsteilhabe einordnet: ganz unten! Für den Fernunterricht braucht es verlässliches, stabiles und kostenloses WLAN in allen Räumen der Unterkünfte. Hotspots in Gemeinschaftsflächen sind wegen der Abstandsregeln und der dort fehlenden Ruhe zum Lernen sinnlos. Wir erwarten, dass der Senat die systematische Bildungsbenachteiligung der Kinder von Geflüchteten sofort korrigiert!“

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