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Aufruf zur Kundgebung am 8. Oktober: Wir zahlen nicht für eure Profite! Für eine sozial gerechte Verteilung der Krisenkosten

Geschrieben von: 
Webredaktion
8. Oktober – 5 vor 12 (11:55 Uhr), Besenbinderhof 60 / Gewerkschaftshaus
Aufruf zur Kundgebung am 8. Oktober: Wir zahlen nicht für eure Profite! Für eine sozial gerechte Verteilung der Krisenkosten

Uns steht ein harter Winter bevor! Die Wohnkosten in Hamburg explodieren seit Jahren. Dazu kommen die hohe Inflation, extrem angestiegene Energiepreise und die Gasumlage, die viele Menschen endgültig nicht mehr zahlen können. Ob Verkäufer*in, Erzieher*in, Maler*in oder Bäcker*in: Für Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen, für Rentner*innen, Auszubildende, Studierende und Arbeitslose ist das tägliche Leben schon jetzt kaum bezahlbar. Die Entlastungspakete der Bundesregierung gehen in die richtige Richtung – aber sie reichen nicht aus, werden viel zu langsam umgesetzt und sind vor allem nicht sozial gerecht!

Sozial gerechte Entlastungen jetzt!

Wir verlangen ab sofort eine sozial gerechte Entlastung, bei der Menschen mit viel Geld stärker belastet werden als Menschen mit weniger Geld. Kein Mensch darf seine Wohnung verlieren, weil er seine Nebenkosten nicht zahlen kann. Die Maßnahmen zur Entlastung müssen dringend noch vor dem anstehenden Winter umgesetzt werden. Sollten die vorgesehenen Entlastungspakete vom Bund nicht rechtzeitig umgesetzt werden, muss Hamburg in Vorleistung gehen, um den Menschen in dieser Stadt Sicherheiten zu geben.

Als Gewerkschaften mischen wir uns in die Politik ein, um weitere Entlastungen durchzusetzen. Wir werden sehr genau darauf achten, wie die Kosten der Krise verteilt werden. Wir unterstützen unsere Mitglieder ganz praktisch und kämpfen mit einer offensiven Tarifpolitik für gute Löhne, gute Arbeitsbedingungen und sichere Arbeitsplätze – gerade jetzt in der Krise!

Nur gemeinsam sind wir stark!

Damit wir das alles können, brauchen wir euch! Denn nur gemeinsam können wir laut und kraftvoll unsere Forderungen auf die Straße und in die Politik tragen. Kommt am 8. Oktober zu Kundgebung und gemeinsam zeigen wir der Politik, wie eine gerechte Verteilung der Krisenkosten aussehen kann!

Wir fordern:

  • Energiepreise deckeln–Erneuerbare Energien ausbauen!
  • Mieter*innenschützen–Wir brauchen Mietenstopp & Kündigungsschutz jetzt!
  • Arbeitsplätze sichern!
  • Wer soll das alles bezahlen? Fair besteuern, Übergewinne abschöpfen und Schuldenbremse aussetzen!

Für unsere Forderungen wollen wir am 08. Oktober 2022 auf die Straße gehen. Wir haben dabei alle Bevölkerungsgruppen im Blick – aus der festen Überzeugung heraus, dass wir unsere Ziele nur gemeinsam und solidarisch erreichen können. Wir lassen uns nicht aufgrund von Hautfarbe, Herkunft, sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, Religion oder Behinderung spalten. Denn nicht einzelne soziale Gruppen sind das Problem, sondern unsolidarisches politisches Handeln. Unser Protest leugnet die Klimakrise nicht, verharmlost Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht und hat keine Verschwörungsmythen über die Mächtigen im Gepäck.