GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Die Queeren Lehrer*innen stellen sich vor

Von: 
Benjamin Ehlers
Gruppenbeitrag

Die Arbeitsgruppe „Queere Lehrer*innen Hamburg“ ist ein Zusammenschluss lesbischer, schwuler, bisexueller, trans*, inter* und (gender)queerer Menschen, die pädagogisch tätig sind. Dies schließt Lehrer*innen, Sozial- und Sonderpädagog*innen, Erzieher*innen und pädagogisch-therapeutische Fachkräfte ein. Die Arbeitsgruppe wurde 2018 als Arbeitsgruppe beim Landesvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hamburg eingesetzt. Sie versteht sich als Treffpunkt zum persönlichen
Austausch, als Anlaufstelle für Kolleg*innen und als Interessenvertretung von LGBTIQ*-Belangen im schulischen Bereich. Sie nimmt aktiv am gesellschaftlichen Leben in Hamburg teil, insbesondere im Rahmen des Hamburg Pride und als Teil des Arbeitskreises „Vielfalt“ am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung.

Die Queeren Lehrer*innen treten für eine erheblich verbesserte Förderung der schulischen Aufklärungsarbeit ein. Dazu gehört auch die Aus- und Fortbildung für Referendar*innen und Lehrer*innen, unabhängig davon, welches Fach sie unterrichten. Für uns gehört die Vielfalt von sexueller Identität und Orientierung als Querschnittsthema in die Schule. LGBTIQ*-Jugendliche sollen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt werden. Ihre spezifischen Bedürfnisse werden im schulischen Kontext zurzeit zu wenig beachtet. Altersgerecht sollen andere Formen als die heterosexuelle Beziehung als gleichwertige Lebensentwürfe im Unterricht ergänzend thematisiert werden.

Nach Auffassung der Queeren Lehrer*innen sind daher strukturelle Änderungen im Bildungsbereich erforderlich, um eine nachhaltige Entwicklung der Wahrnehmung aller Lebensentwürfe in der Gesellschaft anzustoßen. Dazu gehört die Umsetzung des erweiterten Inklusionsbegriffs auch in Hinblick auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt. Auch die Kooperation mit außerschulischen Trägern wie dem Schulaufklärungsprojekt „Soorum“ am Magnus-Hirschfeld-Centrum ist ein fester Bestandteil der Vielfaltbildung und soll weiter unterstützt werden.

Für uns stellt sich regelmäßig die Frage, inwieweit und wie wir uns gegenüber Schüler*innen, Kolleg*innen und Eltern outen möchten. Die Queeren Lehrer*innen engagieren sich für eine Schulkultur, in der Vielfalt selbstverständlich ist.