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| 04.03.10 GEW aktuell: GEW begrüßt Einigung in der Bürgerschaft „Es ist ein ermutigendes Signal für alle, die seit Jahren für längeres gemeinsames Lernen in Hamburg kämpfen, dass die Bürgerschaft gestern einstimmig für die Primarschulreform – die Verlängerung des gemeinsamen Lernens auf 6 Jahre – gestimmt hat,“ so der Vorsitzende der GEW Hamburg, Klaus Bullan. CDU, GAL, SPD und Linke sind sich einig, dass die frühe Selektion nach Klasse 4 überwunden werden muss, weil weiterlesen hier Erdbeben auf Haiti – Spendenaufruf der GEW Liebe Kolleginnen und Kollegen, das Erdbeben auf Haiti hat zehntausende Menschen getötet und Hunderttausende obdachlos gemacht. Auch zahlreiche Schulen wurden völlig zerstört. Die GEW ruft zur Unterstützung der haitianischen Lehrergewerkschaft CNEH und ihrer Mitglieder auf und bittet um Spenden auf das Konto des Heinrich-Rodenstein Fonds. Weitere Informationen finden sich im Internet unter http://www.gew.de/Erdbeben_auf_Haiti.html ![]() "Längeres gemeinsames Lernen - find ich gut!" GEW protestiert im Rathaus bei Moderation zum Schulstreit Mit einer Protestaktion empfingen ein Dutzend Aktivistinnen und Aktivisten der GEW Hamburg die Moderationsrunde zum Schulstreit im Hamburger Rathaus. "Längeres gemeinsames Lernen - find ich gut" stand auf den knallroten Plastiküberwürfen der GewerkschafterInnen - ein Slogan, der auch Michael Otto gefallen dürfte. Der Unternehmer vermittelt zwischen Senat und Volksinitiative im Streit um die Schulreform. Klaus Bullan: "Die Schulreform mit der Primarschule ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber sie ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es ist dringend notwendig, endlich Gerechtigkeit in der Bildung zu schaffen. Ein Festhalten an alten Strukturen, wie es Walter Scheuerl propagiert, verfestigt die soziale Spaltung an den Schulen." Der GEW Vorsitzende kündgte an, die Gewerkschaft werde sich auch weiterhin für längeres gemeinsames Lernen einsetzen. GEW aktuell 16.12.2009: Lehrerkammerwahl 2009 Sensationelles Ergebnis für die GEW Mit einem Wahlergebnis von 80 Prozent zieht die Fraktion der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in die Lehrerkammer ein. “Das ist ein sensationeller Erfolg, eine klare Bestätigung für die Arbeit der GEW-KollegInnen in diesem wichtigen Gremium und ein starkes Votum für unsere zentrale bildungspolitische Forderung – das längere gemeinsame Lernen,” kommentiert Klaus Bullan das heute bekannt gegebene Ergebnis der Lehrerkammerwahl. Der Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft weiter: ”Die GEW Fraktion bleibt seit Jahren am Puls der KollegInnen, die sie vertritt. Sie formuliert in ihren Stellungnahmen die Themen, die in den Lehrerzimmern heiß diskutiert werden und bezieht klar Position für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, zu Fragen rund um Arbeitszeit und zu den Rahmenbedingungen des Reformprozesses. Auch bei der Frage der Altersentlastung waren die GEW-VertreterInnen in der Lehrerkammer immer wieder Motor der Diskussion. Diese Arbeit können sie nun sehr motiviert weiterführen.” Vom 30.11. bis zum 04.12. waren rund 15.000 Lehrer und Lehrerinnen in Hamburg zur Wahl der Lehrerkammer aufgerufen. Sie berät laut Schulgesetz die zuständige Behörde “bei allen das Schulwesen betreffenden Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung”. Ihre insgesamt 40 Mitglieder mit einer Amtszeit von vier Jahren sind KollegInnen aller Schulformen. Nachdem die GEW-Fraktion in der vergangenen Wahlperiode 30 von 40 Sitzen in der Lehrerkammer innehatte, konnte sie das gute Ergebnis aus der Vergangenheit nun noch – mit 32 von 40 Sitzen - toppen. Die Vorsitzende der Lehrerkammer, Katrin Blümel (GEW Fraktion), zeigt sich erfreut, "dass die Lehrer und Lehrerinnen mit diesem herausragenden Ergebnis die hervorragende Arbeit der GEW-Fraktion in der Lehrerkammer honorieren und in der derzeitigen bildungspolitischen Diskussion ein deutliches Signal in Richtung längeres gemeinsames Lernen setzen." 15.12.09 GEW aktuell: Alte entlasten – Junge einstellen Schulbehörde zeigt Einsicht nach gewerkschaftlicher Überzeugungskampagne "In einer Zeit von Sparhaushalten ist eine Altersentlastung für Lehrer und Lehrerinnen ein bemerkenswerter Erfolg", freut sich Klaus Bullan über die heute offiziell bekannt gegebenen Entscheidungen der Schulbehörde, die Unterrichtsverpflichtungen für über 60jährige Lehrkräfte sowie für BerufseinsteigerInnen ab 2010 neu zu regeln. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sieht die Änderungen in der Hamburger Schulpolitik auch als Ergebnis einer monatelangen Überzeugungskampagne der Bildungsgewerkschaft: "Seit mehr als zwei Jahren kämpfen wir für eine Altersentlastung der über 55jährigen und für die Neueinstellung junger KollegInnen. Immerhin ist Hamburg ist das einzige Bundesland, das die Entlastung älterer KollegInnen komplett abgeschafft hat. Seitdem kennen die Zumutungen kaum Grenzen. Doch erschöpfte Lehrkräfte, die auf Biegen und Brechen und auf Kosten ihrer Gesundheit vor der Klasse stehen müssen, können auf Dauer keinen guten Unterricht machen und werden letztlich krank in den Ruhestand gehen. Dass die Belastung nicht akzeptabel ist, hat nun auch die Behörde eingesehen. Dazu kommt: Junge Lehrkräfte brauchen eine reale Chance, um die Schulen mit ihrer Ausbildung und ihrem Engagement bereichern zu können.” Kritisch merkt Bullan an, dass die gewerkschaftliche Forderung nach Entlastung auch der unter 60jährigen und vor allem nach Altersteilzeit bislang noch nicht erfüllt worden seien. Angesichts der Ressourcen zehrenden Schulreform seien die Änderungen für Klasse 4 und 7 und die leichte Faktorerhöhung in Primarstufe und Sekundarstufe I “ein Zeichen des guten Willens, aber unterm Strich reicht das nicht.” Bullan: “Der Schritt hin zu mehr Einsicht kann nicht den Blick auf das eigentliche Übel bei der Belastung der Lehrer und Lehrerinnen verdecken: Das Arbeitszeitmodell sorgt für Unzumutbarkeiten und muss abgeschafft werden. Da hilft kein Flickwerk, sei es auch noch so gut gemeint. Wir brauchen eine echte Tendenzwende. Dafür wird sich die GEW weiterhin stark machen.” Zum Hintergrund Die Behörde für Schule und Berufsbildung hatte heute bekannt gegeben, dass für den Schuljahresbeginn 2010/11 verschiedene Änderungen des Lehrerarbeitszeitmodells geplant sind. Neben der Entlastung für ältere Lehrkräfte und Berufseinsteiger werde die Berechnung der Arbeitszeit an die geänderten Ansprüche an Fortbildung und Teambildung sowie an die Anforderungen der neuen Schulformen Primarschule, Stadtteilschule und Gymnasium angepasst werden. Die GEW hatte in den vergangenen Monaten ihren Protest gegen die Belastung von über 55jährigen LehrerInnen und ihr Engagement für die Einstellung junger KollegInnen massiv verstärkt: Im November 2008 hatten 2.500 KollegInnen über 50 an einer Protestdemonstration während der Arbeitszeit teilgenommen, am 1. April 2009 waren 4.000 KollegInnen zur Demonstration gekommen. Nach der Urabstimmung im September streikten 4.000 überwiegend beamtete Lehrkräfte über 50 einen Tag lang. Auch der erste BeamtInnen-Streik seit den 80er Jahren am 24. September 2009 gilt als großer Erfolg. Kitas: Noch keine Einigung in Hamburg! In einer gut besuchten Informationsveranstaltung über die Ergebnisse der Tarifverhandlungen am 31. Juli, zu der die Gewerkschaften ver.di und GEW alle betroffenen Beschäftigten der Hamburger Kitas aufgerufen hatten, erläuterte Sigrid Ebel von ver.di die ausgehandelten Ergebnisse. In dieser Woche beginnt bundesweit die Urabstimmung über das Tarifergebnis für die Beschäftigten, die bis zum 20. August abgeschlossen sein wird. Die große Tarifkommission und der Koordinierungsvorstand der GEW haben ebenso wie ver.di ihren Mitgliedern empfohlen, dem Ergebnis zuzustimmen. Kern des Ergebnisses ist der Tarifvertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderungund eine bessere Bezahlung für die 220.000 Angestellten im öffentlichen Dienst der Kommunen. ( Zur Beurteilung des Ergebnisses siehe untenstehendes Tarifinfo Nr. 7 der GEW)
In Hamburg findet jetzt noch keine Urabstimmung statt, da es hier einen eigenen Tarifvertrag gibt. Die Verhandlungen über eine Regelung zwischen den Gewerkschaften und der AVH in Hamburg werden deshalb erst nach Abschluss der bundesweiten Urabstimmung wieder aufgenommen und selbstverständlich wird auch den Hamburger Mitgliedern ein mögliches Ergebnis dann zur Urabstimmung vorgelegt werden. Schon jetzt gibt es aber Äußerungen, dass der Senat sich weigern wird, die Kosten des Tarifabschlusses zu übernehmen, sondern sie den Trägern aufzubürden. Gegen diese Provokation wenden sich die Beschäftigten und die Eltern an allen Kitas mit der Forderung, den Tarifabschluss voll zu finanzieren, alle Kitas besser auszustatten und überall die Beschäftigten besser zu bezahlen. ![]() ![]() Fotos von Thorsten Buchinger zur gut besuchten Kita-Kundgebung von ver.di, der GEW und dem LEA am 29.8. auf dem Gänsemarkt Neues Gutachten zum Personalbedarf in Schulen und Kitas bis 2020 von Prof. Klaus Klemm Die norddeutschen GEW-Landesverbände haben beim renommierten Bildungsforscher Klaus Klemm ein Gutachten in Auftrag gegeben, um den Personalbedarf an Schulen und Kitas bis zum Jahr 2020 zu ermitteln. Dieses Gutachten wurde am 17.06.09 veröffentlicht. Es zeigt auch in Hamburg große Versorgungslücken auf. Klemm warnte auf einer Pressekonferenz in Hamburg vor dramatischem Lehrermangel.
Die Landesvertreterversammlung der GEW Hamburg hat am 26.05.09 folgende Stellungnahme zur geplanten Schulstrukturreform der Behörde beschlossen:
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| GEW_Praemienflyer.pdf | |
| Arbeitszimmer Info.pdf | |
| Musterschreiben Arbeitszimmer.pdf | |
