Tarif / Besoldung
Heute morgen am 10.11.2011 bot sich vor der "Internationalen Schule Hamburg" am Hemmingstedter Weg ein bisher nie gesehenes Bild: Vor der Schule demonstrierten rund 50 Lehrkräfte für einen Tarifvertrag ihrer Schule mit der GEW.
15.00 Uhr in der Geschäftsstelle der Hamburgischen Bürgerschaft in der Schmiedestraße. Der Hamburger Senat soll vom Hauhaltsausschuss in einer öffentlichen Veranstaltung zu seinen geplanten Änderungen im Besoldungsgesetz angehört werden. Ca. 80 Gewerkschafter/innen, darunter zahlreiche GEW-Kolleg_ Innen finden Einlass, die anderen Interessierten werden an geschlossenen Türen abgewiesen. Der Raum ist noch kleiner gewählt als bei der letzten Anhörung. Absicht? Ein ziemlicher Skandal, so empfinden das die Abgewiesenen, eine Provokation.
400 Personalratsmitglieder aus Hamburger Schulpersonalräten haben gestern in einer kämpferischen Stimmung auf Einladung der GEW im Curiohaus eine Konferenz abgehalten. Der DGB-Vorsitzende Uwe Grund, die Vorsitzenden der GEW, Klaus Bullan und Sigrid Strauß sowie als Gast der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Uwe Koßel, machten deutlich, dass die Kürzung/Streichung des Weihnachtsgelds für Hamburgs BeamtInnen auf unserenentschiedenen Widerstand stößt. Die Personalratsmitglieder verabschiedeten einstimmig folgende Resolution:
Die Schulbehörde hat jetzt einen kreativen Vorschlag gemacht, wie die pensionierten Lehrkräfte die angekündigte Streichung ihres Weihnachtsgelds (für die beamteten Pensionäre würde das im Schnitt etwa 3000 Euro Einkommensverlust pro Jahr bedeuten) kompensieren kann.
Die BSB bietet in einem Schreiben den pensionierten LehrerInnen an, für 15,97 Euro Honorar pro Unterrichtsstunde Förderunterricht zu erteilen. Damit will sie auf steigende Förderbedarfe im Rahmen ihres Programms „Fördern statt Wiederholen“ reagieren.
Gut 150 Personen wollten am 31.08.11 um 17.00 Uhr im Rathaus dabei sein, wie die Gewerkschaftsvertreter den Mitgliedern des Unterausschusses ihre Positionen zur Streichung der Sonderzahlungen/ Weihnachtsgeld darlegen wollten.
Etwa 100 RuheständlerInnen von GEW und GdP machten gestern, am 21.06.2011, sichtbar vor der Finanzbehörde deutlich, dass sie nicht bereit sind, Federn zum Stopfen der Hamburger Haushaltslöcher zu lassen. Die Pläne des Senats zur Streichung bzw. Kürzung des Weihnachtsgelds bei den BeamtInnen treffen auf entschiedenen Widerstand der Betroffenen.
Als "freche und falsche Rechnerei" bezeichnet der Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Klaus Bullan, die Ankündigung von Bürgermeister Scholz, das Weihnachtsgeld für Beamte nicht zu streichen. NDR 90,3 hatte am Freitag Vormittag berichtet, dass Beamten künftig ein einheitlicher Festbetrag von vermutlich knapp unter 1.000 Euro pro Jahr gezahlt werdensolle. Für Familien käme möglicherweise noch ein Zuschlag von 300 Euro pro Kind hinzu. Dafür müssten die BeamtInnen aber auf die Tariferhöhung von 1,5 Prozent in 2011 verzichten.
Mehr als dreitausend Angestellte und Beamte im öffentlichen Dienst sind heute, am 2. März 2011 dem Aufruf ihrer Gewerkschaften zum Warnstreik für gerechte Gehälter und gegen Lohnkürzungen gefolgt. Aus der Mitgliederschaft der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft/GEW Hamburg kamen rund 300 Angestellte und mehr als dreitausend Beamte während ihrer Arbeitszeit zu den Streikversammlungen und Kundgebungen im Curiohaus und in der Hamburger Innenstadt.






