Münster, Arnsberg, Haldensleben, Burg, Grimmen, Westerengel, Ilmenau, Nordhausen, Reutlingen, Tübingen, Ulm – Fast 4.000 Lehrkräfte und Hochschulbeschäftigte haben sich am Donnerstag in fünf Bundesländern an dezentralen Warnstreikaktivitäten der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes beteiligt.
Tarif / Besoldung
Köln/Detmold/Altentreptow/Magdeburg – Über 3.000 Lehrkräfte und Hochschulbeschäftigte haben sich am Mittwoch in drei Bundesländern an den Warnstreikaktivitäten der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes beteiligt.
Berlin/Düsseldorf/Hannover/Bremen/Halle – Über 5.000 Lehrkräfte und Beschäftigte haben sich am Dienstag in fünf Bundesländern zum Auftakt an den Warnstreikaktivitäten der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes beteiligt. Sie machten sich für 5,5 Prozent mehr Gehalt und einen Tarifvertrag für angestellte Lehrkräfte stark. Sie wehrten sich gegen die „Provokation“ der Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde, den angestellten Lehrkräften einen Tarifvertrag diktieren zu wollen.
Die zweite Verhandlungsrunde ist erneut ohne Ergebnis geblieben. Nun ruft die GEW ihre Mitglieder im Bereich des TV-L zu Warnstreiks auf. Ein sehenswerter Bericht zu den aktuellen Streikaktivitäten der GEW findet sich unter www.tagesschau.de/multimedia/video/video-66677~_parentId-ondemand100.html
Als Provokation bezeichnete GEW-Verhandlungsführer Andreas Gehrke den Versuch der TdL, beim Thema Lehrkräfte-Eingruppierung ihren Entwurf einseitig zu diktieren, ohne auf die GEW-Forderungen einzugehen und über unterschiedliche Vorstellungen zu verhandeln.
Die GEW geht mit zwei Zielen in die Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL): Die Gehälter der Landesbeschäftigten sollen um 5,5 Prozent, mindestens jedoch 175 Euro erhöht werden. Außerdem muss der Einstieg in eine tarifliche Entgeltordnung für die 200000 angestellten Lehrkräfte gelingen.
Mit der Forderung nach einem Gehaltszuwachs von 5,5 Prozent (mindestens 175 €) und nach einer tariflichen Regelung zur Eingruppierung angestellter Lehrkräfte startete die GEW am 24. Februar in die Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder.
Der Euro war von Beginn an ein politisches Projekt zur Stärkung der europäischen Integration. Doch der Weg widersprach dem Ziel: Die Währungsunion (EWU) wurde nach den Leitlinien des Neoliberalismus konzipiert und umgesetzt. Diese Ideologie schwächt die Realwirtschaft (durch Ent-Fesselung der Finanzmärkte) und den Sozialstaat, beides Stärken des traditionellen europäischen Modells. Der Vorrang von Markt vor Politik, Konkurrenz vor Kooperation und die „Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit“ als Allheilmittel unterminieren die Integration Europas.
Tarifrunde 2015 im Wissenschaftsbereich: In den jüngsten Tarifrunden gingen viele Kolleginnen und Kollegen, die an Hochschulen beschäftigt sind, auf die Straße. Sie wollen auch die aktuelle Runde nutzen, ihre Interessen deutlich zu artikulieren.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Tarifrunde der Länder 2015 hat begonnen.
Die Forderungen der Gewerkschaften sind 5,5 % mehr Gehalt und endlich der Abschluss einer Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte. Es geht aber auch um bessere Arbeitsbedingungen.
Da wir in den Zeiten der Verhandlungen zwei Wochen Schulferien haben, wollen wir jetzt ein deutliches Zeichen setzen, dass wir bereit sind, für unsere Interessen einzutreten.
Wir veranstalten diese Kundgebung gemeinsam mit ver.di und hoffen, dass viele von Euch sich beteiligen.
Als „sachorientierten Einstieg in die Tarifverhandlungen“ wertet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die erste Runde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder. Beide Seiten hätten ihr Interesse gezeigt, die Verhandlungen konstruktiv zu führen. Die GEW bekräftigte ihre Forderung nach einem Einstieg in eine per Tarifvertrag geregelte Bezahlung der etwa 200.000 angestellten Lehrkräfte.
Argumente für kräftige Lohn- und Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst der Länder skizziert Kai Eicker-Wolf, DGB-Hessen-Thüringen: Personalabbau und Arbeitszeitverlängerung lösen die Probleme nicht. Vielmehr würde eine Besteuerung nach Leistungsfähigkeit die Kaufkraft ankurbeln.












