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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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TV-L: Redaktionsverhandlungen abgeschlossen – Unterschriftsfassung lässt auf sich warten

Geschrieben von: 
Birgit Rettmer
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Die redaktionellen Gespräche zur Umsetzung der Tarifeinigung TV-L vom 2. März 2019 sind am 30. Juli endlich abgeschlossen worden. Zwar gab es in bislang umstrittenen Punkten eine Lösung. Nach wie vor müssen aber noch viele Details in die Tariftexte eingearbeitet werden. Daher liegt den Gewerkschaften bislang immer noch keine Unterschriftsfassung der Änderungstarifverträge vor.

Die Redaktion hat sich länger als üblich hingezogen, weil sich die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) an mehreren Punkten schwertat. Vor allem bei der Aufspaltung der Entgeltgruppe 9 in die E9a und E9b gab es Diskussionsbedarf. Hier waren insbesondere die Regelungen zur Überleitung in die neuen Tabellen zu klären.

Ebenso galt es, die Einzelheiten der Überleitung und der Besitzstandswahrung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst und weiterer Bereiche zu regeln.

Die GEW Hamburg wird näher über die Ausgestaltung der Änderungstarifverträge informieren, sobald sie uns zugesandt werden.

Für die Situation der Ergo- und Physiotherpeut*innen an Hamburger Schulen, die nach Wortlaut der Tarifeinigung nicht von der Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes profitieren, kann bedauerlicherweise bislang keine Erfolgsmeldung ergehen. In Briefen haben die Fachgruppensprecher*innen der GEW-Fachgruppe PTF und viele betroffene Kolleg*innen sowie ihre Kollegien Senator Rabe um Unterstützung gebeten. Obwohl sich eine Arbeitsgruppe der Schulbehörde intensiv mit der Thematik beschäftigte, konnte der Senator keine Hamburger Lösung in Aussicht stellen und verwies auf die Tarifrunde 2021.

Dass dies ist für die engagierten Therapeut*innen an den speziellen Sonderschulen eine große Enttäuschung bedeutet, liegt auf der Hand. Hier verkennt der Arbeitgeber, wie stark pädagogisch geprägt die Arbeit der Kolleg*innen im Schulkontext ist und wie intensiv ihre Verzahnung mit den Tätigkeiten der Erzieher*innen. Unfrieden an den Schulen ist vorprogrammiert. Die GEW wird deshalb weiter nach Möglichkeiten suchen, für die Beschäftigten des pädagogischen und therapeutischen Fachpersonals Entgeltgerechtigkeit zu erwirken.

Foto ©: Gerd Altmann / pixelio.de