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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Rede von Marit Heindl, Ergotherapeutin an einer Hamburger Schule, beim Warnstreik am 18.11

Geschrieben von: 
Webredaktion
„Wir haben es verdient für unsere Arbeit angemessen entlohnt zu werden!“
Foto: Fredrik Dehnerdt

Bei unserem Warnstreik am 18.11 redete u.a. Marit Heindl, Ergotherapeutin an einer Hamburger Schule:

Hey,

Ich bin Marit Heindl und als Ergotherapeutin im Schuldienst tätig.

Ich arbeite seit Jahren sowohl an einer speziellen Sonderschule als auch in der Inklusion.

Ich gehöre der von der BSB zusammengefassten Gruppe des pädagogisch-therapeutischen Fachpersonals an, kurz PTF.

Wir haben als PTF eine gemeinsame Grundsatzreferentin, dieselben Sachbearbeiter, dieselbe Dienstzeitregelung, dieselbe Dienststelle, arbeiten mit den gleichen Kindern, in denselben Teams.

Nur werden wir seit 4 Jahren deutlich schlechter bezahlt als die Erzieher*innen in unseren Teams.

Das „P“ hat durch die Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes eine bessere Bezahlung seiner Arbeit erfahren und das war richtig und wichtig! Das „T“ aber leider nicht. WIR WURDEN VERGESSEN!

Die letzten Jahre waren geprägt von vielen zusätzlichen Arbeitsaufgaben. Konzepte entwickeln und umsetzen, um die Inklusion therapeutisch voranzutreiben, waren nur eine von vielen Herausforderungen, der wir uns stellen mussten. Die Arbeitsverdichtung wurde stetig mehr!

Wir versorgen wöchentlich in 4586 Stunden unsere Schüler/innen in Hamburg mit therapeutischen Angeboten, um sie zu inkludieren, um ihnen Schule zu ermöglichen. 

Um den Schüler/innen weiterhin gerecht werden zu können, benötigen wir neben einer gerechten Bezahlung auch neue Kolleg/innen. Diese bei dieser Bezahlung zu finden, ist seit geraumer Zeit schwierig.

Wir haben es verdient für unsere Arbeit angemessen entlohnt zu werden. 

Jetzt!