GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Presse-Einladung zur Warnstreikkundgebung

Geschrieben von: 
Presseredaktion
Ganztägiger Warnstreik an allen Hamburger Schulen 18.11.21

„Am 18.11. sind die Tarifbeschäftigten aller Hamburger Schulen zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen“, berichtet Sven Quiring (Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, GEW Hamburg: „Wir rechnen mit vielen hunderten Streikenden. Einige Schulen werden kaum, viele nur sehr eingeschränkt Normalbetrieb haben. Die Verantwortung dafür liegt bei den Arbeitgebern, den Bundesländern, die in den Tarifverhandlungen nicht mal ein Angebot vorgelegt haben. Eine Frechheit, bei einer Inflationsrate von über 4 % in den letzten Monaten!“

„‘Die Schulen bleiben offen‘…und wer hat täglich seine Gesundheit dafür aufs Spiel gesetzt? Wir! Das muss sich auszahlen! Warme Worte des Senators reichen nicht für die hohen Mieten! Wir fordern Anerkennung für unsere Arbeit und 5 Prozent bzw. mindestens 150 Euro mehr Gehalt!“, so Bine Bielefeldt, Grundschul-Lehrerin an einer Hamburger Schule.

„Über die gesamte Pandemie standen wir Erzieher*innen den Schulen mit Rat und Tat zur Seite. Erzieher*innen in Schulen werden oft in fachfremde Pflichten komplimentiert, ihre Rechte jedoch fallen häufig hinten runter oder sind gar nicht bekannt. Erzieher*innen können Vieles, sind die ‚Alleskönner‘, aber wo findet sich die ernstgemeinte Anerkennung? Da ist noch viel Luft nach oben!“, so Manuela Kirschbaum, Erzieherin und Sprecherin der Fachgruppe Grundschule/PTF der GEW.

„Die letzten Jahre waren geprägt von vielen zusätzlichen Arbeitsaufgaben. Konzepte entwickeln und umsetzen um die Inklusion therapeutisch voran zu treiben, waren nur eine von vielen Herausforderungen, der wir uns stellen mussten. Die Arbeitsverdichtung wurde stetig mehr!“, so Marit Heindl, Ergotherapeutin an einer KmE-Schule.

„In der Pandemie – die nun schon seit fast zwei Jahren anhält – waren auch wir ‚systemrelevant‘. Jeden Tag haben wir nicht nur den Kontakt zu den Kindern zu Hause aufrechterhalten, sondern auch Arbeitsmaterialien erstellt und online-Unterricht veranstaltet, Padlets gestaltet und Materialpäckchen an die Haustüren der Kinder gebracht. Außerdem haben wir in der Schule die Kinder unterrichtet, die nicht zu Hause bleiben konnten… Dabei sind wir bis an unsere Kraftgrenzen gegangen – und darüber hinaus!“, Kerstin Mögle, Vorschul-Lehrkraft an einer Hamburger Schule.

„Die Inflation ist coronabedingt stark angestiegen. Das bedeutet die Lebenserhaltungskosten, wie Strom, Gas, Wasser, Lebensmittel, Miete, Nebenkosten steigen an. So stark wie seit 28 Jahren nicht mehr! Die von uns geforderten 5% würden die Mehrkosten gerade mal decken. Es wäre nicht einmal eine wirkliche Erhöhung. Und selbst das möchten die Arbeitgeber uns nicht zugestehen! Ich erwarte Wertschätzung für unsere Arbeit in den letzten zwei Jahren!“, Daniel Heitmann, Erzieher an einer Hamburger Schule.

Wir laden die Pressevertreter*innen herzlich ein zu Gesprächen mit Beschäftigten im Rahmen unserer Streikkundgebung.

Der Zeitplan für den 18.11. sieht so aus:

7:45 Uhr              Treffen an der Arnkielstraße Ecke Missundestraße (Nähe S-Bahn Holstenstraße hinter der neuen Flora)

8:00 Uhr              Auftaktkundgebung mit anschließender Demo zum Gänsemarkt

11:00 Uhr            Kundgebung beim Gänsemarkt

 

Kontakt, auch am 18.11. vor Ort: Fredrik Dehnerdt, Tel. 0176 23821808