GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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GEW: „Warnstreikaufruf für den 02.02.2017!“

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Presseredaktion
Bildungsgewerkschaft ruft in Hamburg alle TVL-Beschäftigten an Hamburger Schulen, ReBBZn und anderen Bildungseinrichtungen in der BSB zum Warnstreik auf

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hamburg (GEW) hat in Hamburg alle TVL-Beschäftigten an Hamburger Schulen, ReBBZn und anderen Bildungseinrichtungen in der BSB zum ganztägigen Warnstreik am 02.02.17 aufgerufen.

Die Arbeitgeber hatten auch in der zweiten Verhandlungsrunde für die Länderbeschäftigten kein Angebot vorgelegt, die Verhandlungen sind unterbrochen. „Die Bilanz der Gespräche ist ernüchternd: Es gibt keine Ergebnisse, alle Fragen sind offen. Das ist, trotz der zugegebenermaßen komplexen Verhandlungssituation, eindeutig zu wenig“, sagte die Hamburger GEW Vorsitzende Anja Bensinger-Stolze. Sie machte noch einmal deutlich, dass die Gewerkschaften ein Forderungspaket mit einem Gesamtvolumen von sechs Prozent geschnürt hätten. „Für die Lehrerinnen und Lehrer sowie die pädagogischen Fachkräfte an Schulen hat eine Einführung der Entwicklungsstufe 6 in die Entgelttabelle des Tarifvertrags der Länder (TV-L) hohe Bedeutung. In dieser Tarifrunde wollen wir Anschluss an die Entwicklung der Gehälter der im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen Beschäftigten halten. Aktuell klafft zu den Länder-Beschäftigten eine Lücke von rund vier Prozent, die geschlossen werden muss“, unterstrich Bensinger-Stolze.

In Hamburg ist folgender Ablauf für den Warnstreik am 02.02.17 vorgesehen:

9.30 Uhr:  Kundgebung U‐Bahnstation Hamburger Straße mit anschließender Demo zur U‐Bahnstation Mundsburg

11.00 Uhr:  Streikerfassung, Imbiss und Musik im Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15

ab 11.30 Uhr: Gemeinsame Streikversammlung von GEW und ver.di im Curiohaus (unter anderem mit der Hamburger DGB Vorsitzenden Katja Karger)

Info:

Die dritte – und voraussichtlich entscheidende – Runde der Tarifverhandlungen findet am 16./17. Februar in Potsdam statt. Verhandelt wird für rund eine Million im öffentlichen Dienst der Länder Beschäftigte.

Erfahrungsstufe 6: In den Entgeltgruppen 9 bis 15 der Tabelle des Tarifvertrags der Länder (TV-L) gibt es bisher nur fünf Erfahrungsstufen. In den Gruppen 1 bis 8 gibt es bereits sechs Stufen. Deshalb sollen jetzt auch für die höheren Entgeltgruppen die zusätzliche Erfahrungsstufe 6 eingeführt und weitere strukturelle Verbesserungen bei der Eingruppierung übernommen werden. In den Ländern gibt es rund 200.000 Lehrkräfte im Angestelltenverhältnis. Sie bilden die größte Berufsgruppe der Länderarbeitnehmer.

Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes verlangen die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfänger.