GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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„Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes ist ein sozialer Kampf für alle Frauen in der Bundesrepublik!“

Geschrieben von: 
Presseredaktion
Warnstreik am 13. Mai 2022

Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 25. Februar 2022 mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über die Weiterentwicklung der Sonderregelungen und der Tätigkeitsmerkmale für den Sozial- und Erziehungsdienst im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Die dritte Verhandlungsrunde findet am 16.und 17. Mai statt. Eure Streikbeteiligung richten wir als deutliches Signal an die Arbeitgeberverbände: Noch ist es nur ein Warnstreik, aber ohne Ergebnis droht ein Erzwingungsstreik zur Durchsetzung der Forderungen. Die Gewerkschaften fordern u.a.:

  • Verbesserte Eingruppierung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst
  • Anpassung der Stufenlaufzeiten an die allgemeinen Regelungen und Öffnung der Stufen 5 und 6 für alle Entgeltgruppen im Sozial- und Erziehungsdienst

Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen ruft die GEW ihre Mitglieder im Geltungsbereich der Sonderregelungen für den Sozial- und Erziehungsdienst im TVöD/TV-AVH von den Trägern: „elbkinder“, Rudolf-Ballin-Stiftung, Hamburger Schulverein von 1875 e.V., Studierendenwerk Hamburg, ASB-Kitas und Asklepios-Kitas am 13. Mai 2022 zu einem ganztägigen Warnstreik auf.

Der Zeitplan:

  • ab 09:00 Uhr versammeln wir uns auf dem Gänsemarkt/an der Ecke zur ABC-Straße. GEW Mitglieder und alle die es werden wollen, treffen sich dort am mobilen GEW-Infotisch
  • Gemeinsam mit allen Kolleg*innen startet der Demozug zum DGB-Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60 um ca. 10:30 Uhr.
  • Streikerfassung für GEW Mitglieder: online und vor Ort

„Wir können nicht unkommentiert lassen, dass Berufsgruppen mit Frauenanteil von über 90 % seit jeher abgewertet und schlecht entlohnt werden. Wir können nicht unkommentiert lassen, dass es die Kolleginnen in den Einrichtungen sind, die dafür sorgen, dass das politische Versprechen einer Vereinbarkeit von Familie und Beruf überhaupt in Ansätzen möglich ist. Wir können nicht unkommentiert lassen, dass eine Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes ein sozialer Kampf für alle Frauen in der Bundesrepublik ist. Liebe Kolleg*innen, gemeinsam werden wir das lautstark kommentieren und die Arbeitgeber wissen lassen, das es jetzt reicht!“, so Jens Kastner, Kita-Experte der GEW Hamburg.