Als direkte Folge des Tarifabschlusses TV-L vom 14. Februar 2026 ist der Mobilitätszuschuss zum Deutschlandticket für Hamburgs Landesbeschäftigte gesichert. Ab dem 1. April 2026 wird das HVV-Deutschlandticket als HVV-Jobticket für Beschäftigte der FHH deutlich günstiger werden. Durch den Arbeitgeberzuschuss in Höhe von 15,75 Euro und den zusätzlichen HVV-Rabatt von 3,15 Euro sinkt der Preis von 63 Euro auf 44,10 Euro pro Monat. Das ist ein richtiger Schritt und zeigt: Druck und gewerkschaftliche Auseinandersetzungen wirken.
Voraussetzung für die Ermäßigung ist, dass das Deutschlandticket über die FHH als HVV-Jobticket bezogen wird. Wer es bereits auf diesem Weg nutzt, bekommt den günstigeren Preis automatisch. Wer das Deutschlandticket bisher anderweitig bezieht, muss wechseln.
Für Beamt*innen gilt: Auch sie werden den Zuschuss bereits ab dem 1. April 2026 erhalten. Allerdings braucht es dafür eine gesetzliche Grundlage. Der entsprechende Bürgerschaftsbeschluss wird am 25. März 2026 erwartet. Das heißt: Beamt*innen können das HVV-Jobticket bereits beantragen und beziehen, die Zahlung für April steht jedoch zunächst unter Vorbehalt des Gesetzesbeschlusses.
Aus Sicht der GEW ist vor allem die Umsetzung kritisch: Das Jobticket wird laut Personalamt ausschließlich digital bereitgestellt, die Antragstellung und Ticketverwaltung laufen nur über das HVV-App-Portal. Damit werden Kolleg*innen benachteiligt, die das Deutschlandticket bisher als Karte nutzen bzw. auf eine nicht-digitale, barrierefreie Lösung angewiesen sind. Das betrifft insbesondere schwerbehinderte Kolleg*innen. Ein Mobilitätszuschuss darf nicht an der digitalen Form scheitern. Gute Mobilität muss barrierefrei, sozial gerecht und für alle zugänglich sein.
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