12.000 Beschäftige aus dem Bildungsbereich im öffentlichen Dienst der Länder haben heute für mehr Geld gestreikt. Die GEW hatte zum bundesweiten „Streiktag Bildung“ aufgerufen, Kundgebungen fanden an fünf zentralen Standorten statt. Die Beschäftigten verliehen mit den Streiks und zahlreichen Aktionen den Forderungen der Gewerkschaften in der Länder-Tarifrunde nach 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr Gehalt Nachdruck. Die Streiks sind die Reaktion der Beschäftigten auf die Haltung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen Mitte Januar in Potsdam, in der die Arbeitgeber kein verbindliches Angebot vorgelegt hatten. An den Streiks und Aktionen beteiligten sich Lehrkräfte an Schulen, (Schul)Sozialarbeiter*innen sowie Erzieher*innen im Landesdienst, Lehrende an Hochschulen und studentische Beschäftigte.
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In der Presse wurde bundesweit über uns berichtet: Bei tagesschau24 waren wir Top-Thema, das NDR Hamburg Journal, NDR 90.3 und ndr.de berichteten ebenfalls.
Übersicht über vergangene und geplante Warnstreiks
Beschäftigte aus den GEW-Landesverbänden Bremen, Mecklenburg-Vorpommern (teilweise), Niedersachsen und Schleswig-Holstein kamen nach Hamburg. Um 11:30 war Auftakt am Dammtorbahnhof, Sven Quiring, Vorsitzender der GEW Hamburg, hielt die Auftaktrede. Von dort wurde über die Finanzbehörde zum Rathaus demonstriert, wo Annett Lindner, GEW-Vorstandsmitglied Tarif- und Beamtenpolitik, zu den Streikenden sprach. Auch Marlies Tatje, angestellte Lehrkraft im berufsbildenden Bereich, hielt eine Rede. Im Anschluss wurde zum Curiohaus der GEW Hamburg demonstriert, wo eine Streikversammlung stattfand. Gut 2.500 Kolleg*innen waren in Hamburg dabei.
Bildet Banden - Gestaltet die Tarifrunde aktiv mit!
„Der öffentliche Dienst ist kein Kostenfaktor – der öffentliche Dienst ist das Rückgrat dieser Gesellschaft! Ihr habt in den letzten Jahren Unglaubliches geleistet: durch Pandemie, durch Energiekrise, durch Inflation, und das alles bei massivem Personalmangel. Während andere über Krisenmanagement geredet haben,
habt ihr dafür gesorgt, dass die Schulen offen blieben, Behörden arbeitsfähig waren, Hochschulen funktionierten und dieser Staat handlungsfähig blieb. Ihr sorgt jeden Tag dafür, dass dieses Land Zukunft hat. Deshalb sagen wir klar und deutlich: Dankesreden zahlen keine Miete. Dankesreden füllen keinen Kühlschrank. Und Dankesreden machen niemanden gesund. Kolleginnen und Kollegen, gute Arbeit braucht gutes Geld!“, so Sven Quiring, Vorsitzender der GEW Hamburg, bei seiner Rede am Dammtor.
„Seit Jahrzehnten wird an der Bildung gespart. Deshalb fällt Tag für Tag Schulunterricht aus. Deshalb fehlt in Kitas und Horten das Personal. Deshalb platzen die Hochschulen aus allen Nähten. Und ihr müsst die Folgen ausbaden. So kann das nicht weitergehen! Nur mit besseren Bedingungen in der Bildung gibt es gute Bildung für alle. Dafür braucht es attraktive Arbeitsplätze. Und dazu gehören auch attraktive Gehälter. Deshalb fordern wir sieben Prozent!“, so Annett Lindner, GEW-Vorstandsmitglied Tarif- und Beamtenpolitik, bei ihrer Rede vor dem Rathaus.
Du willst eintreten? Herzlich willkommen!
Info: Die Gewerkschaften fordern in der Länder-Tarifrunde 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr Gehalt monatlich für die Beschäftigten. Zudem stehen die Tarifierung der studentischen Beschäftigten (TVStud), die Weiterentwicklung der Lehrkräfte-Entgeltordnung sowie ein Sonderkündigungsrecht der Regelungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) auf Landesebene auf der Gewerkschaftsagenda. Letztere wollen Anschluss an die Entwicklung im SuE-Bereich bei Bund und Kommunen halten. Der Tarifabschluss soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Die Gewerkschaften erwarten, dass das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfängerinnen und -empfänger übertragen wird. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar in Potsdam geplant.
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