Beim Warnstreik am 14. Januar hielt unser Kollege und Erzieher an einer Hamburger Schule Daniel Heitmann eine Rede:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Mein Name ist Daniel Heitmann und ich arbeite als Erzieher an einer Hamburger Grundschule.
wir sind heute hier, weil wir jeden Tag Verantwortung tragen – für Kinder, für Bildung, für Inklusion. Und trotzdem wird unsere Arbeit oft behandelt, als wäre sie selbstverständlich. Das akzeptieren wir nicht länger!
Neben der Unterstützung der Kinder während des Unterrichts, arbeite ich auch mit den Kindern während des Früh- und Spätdienstes, am Nachmittag und während der Schulferien.
Das heißt: trösten, zuhören, Streit schlichten, fördern, auffangen.
Für viele Kinder sind wir die erste verlässliche Bezugsperson am Tag und verabschieden Sie als letzte Person aus der Schule.
Wir sind nicht „nur Betreuung“.
Wir sind Pädagog:innen!
Wir tragen Verantwortung – jeden Tag.
Unsere Arbeit ist anspruchsvoll, komplex und unverzichtbar.
Und sie muss endlich auch so bezahlt und anerkannt werden!
Wir fordern eine Bezahlung, die dieser Tätigkeit gerecht wird!
Und wir fordern, dass inklusive Beschulung, als das anerkannt wird, was sie ist: eine besonders schwierige und anspruchsvolle Aufgabe!
Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit!
Deshalb: Alle Erzieherinnen und Erzieher die in Schule tätig sind in die Entgeltgruppe S 8b!
Die Eingruppierung aller schulische Ergo- und Physiotherapeut:innen muss verbessert werden!
Wer täglich therapeutische Schwerstarbeit in der Schule leistet, verdient endlich eine Eingruppierung, die dieser Verantwortung gerecht wird!
Wir fordern Maßnahmen zum alternsgerechten Arbeiten!
Denn niemand darf für seinen Einsatz mit Krankheit und Erschöpfung bezahlen.
Unsere finanziellen Forderungen sind klar:
👉 7 Prozent mehr Gehalt – mindestens 300 Euro!
👉 200 Euro monatlich für Auszubildende und Praktikant*innen!
👉 12 Monate Laufzeit!
Und Schluss mit stiller Mehrarbeit!
20 Prozentpunkte mehr Zuschläge für Überstunden und ungünstige Arbeitszeiten – mindestens berechnet nach Stufe 3!
Das ist nicht überzogen.
Das ist gerecht.
Wir streiken nicht aus Bequemlichkeit.
Wir streiken aus Verantwortung.
Für unsere Kolleg:innen!
Für unsere Berufe.
Und für die Kinder, die auf gute Bildung und gute Betreuung angewiesen sind.
Darum sagen wir heute laut:
Ohne uns läuft hier nichts!
Profis brauchen mehr!
Und wir bleiben laut – bis sich etwas bewegt!
Danke euch! ✊

