In der zweiten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder haben die Arbeitgeber kein verbindliches Angebot vorgelegt. Die Forderung der Gewerkschaften von 7% mehr Gehalt, mindestens 300€ wurde als unrealistisch abgewiesen. Die Forderung der Gewerkschaften von 7% mehr Gehalt, mindestens 300€ wurde als unrealistisch abgewiesen.
Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, ruft die GEW für Dienstag, den 20. Januar 2026, alle Tarifbeschäftigten TV-L im Organisationsbereich der GEW Hamburg zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Er beginnt mit einer Kundgebung 9:30 vor der Beruflichen Schule für Wirtschaft und Handel (BS 02) an der Eiffestrasse/ Ecke Ausschläger Weg, dann schließen wir uns der ver.di Kundgebung Heidekampsweg / Süderstrasse an, und demonstrieren anschließend in einer gemeinsamen Demo zum Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof.
„Wir fordern sieben Prozent, mindestens 300 Euro. Diese Forderung haben wir uns gut überlegt. Sie berücksichtigt einerseits die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, andererseits die weiter steigenden Lebenshaltungskosten. Vor allem aber berücksichtigt unsere Forderung, dass die Beschäftigten im öffentlichen Dienst die Gehaltssteigerungen brauchen!“, sagt Bodo Haß, stellvertretender Vorsitzender der GEW Hamburg.
„Die Bundesregierung hat ein riesiges Sondervermögen geschaffen für dringend benötigte Investitionen in die öffentliche Infrastruktur. Das ist gut so. Aber wir sagen auch: Das Geld darf nicht nur in Beton und Asphalt fließen, sondern muss auch für Bildung zur Verfügung stehen und für die Menschen, die sie vermitteln. Der gesamte öffentliche Dienst leistet wichtige Arbeit. Ihr sorgt dafür, dass es nach den Krisen der letzten Jahre wieder aufwärts geht! Dazu gehören über eine Millionen Beschäftigte an Schulen, Kitas und Hochschulen. Sie alle verdienen eine deutliche Gehaltssteigerung: Damit sie weiter gesund und motiviert ihre gute Arbeit leisten können. Damit sich weiterhin hoch qualifizierte Kolleg*innen für die Arbeit im öffentlichen Dienst bewerben“, ergänzt Birgit Rettmer, Tarifreferentin der GEW Hamburg.
Wir rufen alle Kolleg*innen auf, die Tarifrunde aktiv mitzugestalten – mit dem Projekt Bildet Banden. Als Bande bringen sie sich laut, sichtbar und gemeinsam mit kreativen Social-Media-Beiträgen, Aktionen vor Ort und gemeinsamer Teilnahme an Streiktagen ein.
Du willst eintreten? Herzlich willkommen!
Hintergrund
Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 3. Dezember 2025 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten im Geltungsbereich des Länder-Tarifvertrags (TV-L). Bisher haben die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Die GEW fordert:
- 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300,00 Euro!
- 200,00 Euro monatlich für Auszubildende und Praktikantinnen/Praktikanten!
- 12 Monate Laufzeit!
- Tarifvertrag für studentische Beschäftigte!
- Zuschläge für Überstunden und Arbeit zu ungünstigen Zeiten erhöhen!
Die zweite Verhandlungsrunde für die im öffentlichen Dienst Beschäftigten der Länder findet am 15./16. Januar 2026 in Potsdam statt. Die dritte Runde ist für den 11./12. Februar 2026 ebenfalls in Potsdam geplant.

