In der zweiten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder haben die Arbeitgeber leider erneut kein verbindliches Angebot vorgelegt, daher gehen die Warnstreiks in die nächste Runde!
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..jetzt streikts!
Bereits bei unserem Kick Off am 8. Dezember haben rund 30 engagierte Kolleg*innen zum Start der Tarifrunde TV-L ein starkes Signal gesetzt. Trotz der ergebnislosen ersten Verhandlung zeigen wir seitdem: Wir sind bereit, zusammenzustehen und für faire Einkommen zu kämpfen.
Es folgte am 8. Januar unsere Kundgebung für die tarifliche Gleichstellung schulischer Ergo- und Physiotherapeut*innen.
Am 14. Januar rief die GEW zu einem dezentralen Warnstreik mit einer Kundgebung am Bahnhofsvorplatz in Bergedorf auf – Daniel Heitmann, GEW-Mitglied und Erzieher an einer Hamburger Schule, hielt eine Rede.
Bildet Banden - Gestaltet die Tarifrunde aktiv mit!
Unser Warnstreik am 20. Januar begann um 9:30 Uhr mit einer Kundgebung vor einer Beruflichen Schule, anschließend schlossen wir uns einer ver.di-Kundgebung an und demonstrierten gemeinsam zum Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof. Bei der Auftaktkundgebung hielt Marlies Tatje, angestellte Lehrkraft im berufsbildenden Bereich, eine Rede. Bei der Abschlusskundgebung hielt unser Vorsitzender Sven Quiring eine Rede.
Am 23. Januar fand ein Warnstreik des Sozial- und Erziehungsdienstes sowie des pädagogischen und therapeutischen Fachpersonals der staatlichen Hamburger Schulen statt. Nach einem Auftakttreffen ab 9:30 Uhr im Curiohaus der GEW - dort hielt unser Vorsitzender Sven Quiring eine Rede - fand um 11 Uhr eine Kundgebung beim DGB statt, anschließend gab es eine Demo zur Finanzbehörde. Ebenso redete unsere Kollegin Miriam, Physiotherapeutin an einer Sonderschule und in der Inklusion.
Heraus zum Hochschulaktionstag am 28. Januar!
Am 28. Januar war Hochschulaktionstag. Warum Studierende mehr denn je für ihre Rechte einstehen müssen beschreibt Estelle Severin von der Jungen GEW. Um 11 Uhr fand am Hauptcampus der Uni Hamburg eine Kundgebung statt, es folgte eine Demo durchs Viertel. Unser Kollege Patrick Grommes hielt eine Rede.
„Streiktag Bildung“ am 29. Januar
Für den 29. Januar rief die GEW zum bundesweiten Streiktag Bildung auf. Die zentralen Veranstaltungen fanden in Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig und Mannheim statt. Streikende aus den GEW-Landesverbänden Bremen, Mecklenburg-Vorpommern (teilweise), Niedersachsen und Schleswig-Holstein kamen nach Hamburg. Um 11:30 war Auftakt am Dammtorbahnhof, Sven Quiring, Vorsitzender der GEW Hamburg, hielt die Auftaktrede. Von dort wurde über die Finanzbehörde zum Rathaus demonstriert, wo Annett Lindner, GEW-Vorstandsmitglied Tarif- und Beamtenpolitik, zu den Streikenden sprach. Marlies Tatje, angestellte Lehrkraft im berufsbildenden Bereich, hielt eine Rede, die wir gerne wiedergeben – ebenso wie unsere Kolleginnen Shenja und Stefanie von der GEW AG Seiteneinstieg. Im Anschluss zog die Demo weiter zum Curiohaus der GEW Hamburg, wo eine Streikversammlung stattfand. Gut 2.500 Menschen waren in Hamburg am Start, bundesweit waren wir insgesamt gut 12.000 Teilnehmende!
In der Presse wurde bundesweit über uns berichtet: Bei tagesschau24 waren wir Top-Thema, das NDR Hamburg Journal, NDR 90.3 und ndr.de berichteten ebenfalls.
Jamil Jalla hat ein Video vom „Streiktag Bildung“ am 29. Januar erstellt – vielen Dank!
Warnstreik der Beschäftigten der staatl. Jugendmusikschule Hamburg am 3. Februar
Viele aktive Kolleg*innen der Jugendmusikschule haben sich am Bildungsstreiktag dazu entschieden, nun drei ganze Tage in den Streik zu gehen. Diese Entscheidung unterstützt die GEW selbstverständlich. Die GEW rief deshalb ihre Mitglieder an der staatlichen Jugendmusikschule Hamburg für den 3. Februar zu einem Warnstreik auf. Der Tag begann um 11 Uhr mit einer Streikversammlung mit Frühstück, neben Diskussionen gab es einen Input der JMS-Kollegin Kathrin Steinbach zum Eingruppierungstarifvertrag der Lehrkräfte.
„Wir wollen mehr als ‚die Inflation und einen Schnaps obendrauf!‘“
Nach wie vor gibt es kein akzeptables Angebot der Arbeitgeber. Im Gegenteil kündigen sie, insbesondere in der Bildung, einen massiven Sparkurs an. Auch zur Forderung nach einem Tarifvertrag für die bundesweit ca. 300.000 studentischen Beschäftigten kam von ihnen ein klares Nein. Diese Haltung macht deutlich, dass wir den Druck auf die Arbeitgeber verstärken müssen.
Die GEW rief daher für den 5. Februar zu einem weiteren Warnstreik auf. Ab 10 Uhr lief eine Kundgebung am DGB-Gewerkschaftshaus, im Anschluss wurde durch die City demonstriert. Insgesamt waren wir 3000 Streikende!
Profis brauchen mehr – auch an den speziellen Sonderschulen!
Damit die Arbeitgeber in der aktuell laufenden dritten Verhandlungsrunde endlich ein akzeptables Angebot vorlegen, haben wir am 10. Februar noch eine Schippe draufgelegt und sind erneut auf die Straße gegangen. Wir starteten um 7:30 Uhr mit einer Kundgebung vor der Schule Nymphenweg in Marmstorf, denn Profis brauchen mehr – auch an Sonderschulen! Anschließend fuhren wir zur gemeinsamen Kundgebung mit ver.di in die Innenstadt vor der Europa-Passage. Danach demonstrierten wir zum DGB-Gewerkschaftshaus, wo auch die Streikerfassung stattfand.
In Marmsdorf hielt user stellv. Vorsitzender Bodo Haß eine Rede, bei der Abschlusskundgebung am DGB sprach unser Vorsitzender Sven Quiring zu den Streikenden.
Auf nach Potsdam zur dritten Verhandlungsrunde!
Am Mittwoch, dem 11. Februar 2026, beginnt in Potsdam die dritte und entscheidende Verhandlungsrunde. Dabei geht es nicht nur um eine Erhöhung der Gehaltstabellen. Für die Physio- und Ergotherapeut*innen an Schulen in Hamburg, Niedersachsen und Baden-Württemberg geht es um die Aufwertung ihrer Arbeit. Um die Gleichstellung mit ihren Erzieherkolleg*innen an speziellen Sonderschulen! Um bis zu 550 Euro brutto mehr. Es geht um die Eingruppierung in die Tabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst.
Die GEW Hamburg fuhr deshalb mit aktiven Kolleg*innen nach Potsdam und sendete ein klares Signal an die Arbeitgeber: Ergo- und Physiotherapeut*innen an Schulen arbeiten pädagogisch – deshalb müssen sie in die S8b eingruppiert werden!
Tarifeinigung: 5,8 Prozent mehr Gehalt in drei Schritten
In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 2026 haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften nach intensiven und harten Verhandlungen auf einen Tarifabschluss für die rund 1,3 Millionen Tarifbeschäftigten der Länder verständigt. Der Abschluss sieht Entgelterhöhungen von insgesamt 5,8 Prozent in drei Schritten bei einer Laufzeit von 27 Monaten bis zum 31. Januar 2028 vor.
„Hamburg-Zulage“ kommt für bürgernahe Dienste
Ein besonderer Erfolg aus Hamburger Sicht ist die Durchsetzung der sogenannten „Hamburg-Zulage“ für bestimmte bürgernahe Beschäftigtengruppen. Profitieren werden unter anderem Beschäftigte in Schulbüros, im Sozial- und Erziehungsdienst an Schulen und in Ämtern sowie schulische Ergo- und Physiotherapeut*innen.
Spaltung bleibt bestehen
Gespalten bleibt auch weiterhin das pädagogische und therapeutische Fachpersonal an den Hamburger Schulen. Nach wie vor wird den dort tätigen Ergo- und Physiotherapeut*innen aberkannt, dass ihre Arbeit in hohem Maße pädagogisch geleitet ist. Hier bleibt dringender Handlungsbedarf.
Außerdem erwartet die die Hamburger Beamt*innen und Versorgungsempfänger*innen, dass dieser doch insgesamt schwache Tarifabschluss ohne Wenn und Aber zeit- und wirkungsgleich auf sie übertragen wird, wie auch der DGB betont.
Bildet Banden – und macht mit!
Wir rufen euch auf, die Tarifrunde aktiv mitzugestalten – mit dem Projekt Bildet Banden. Als Bande bringt ihr euch laut, sichtbar und gemeinsam mit kreativen Social-Media-Beiträgen, Aktionen vor Ort und gemeinsamer Teilnahme an Streiktagen ein. Gemeinsam machen wir die Tarifrunde laut, bunt und stark!
Du willst eintreten? Herzlich willkommen!
Hintergrund und Forderungen
Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 3. Dezember 2025 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten im Geltungsbereich des Länder-Tarifvertrags (TV-L). Bisher haben die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Die GEW fordert:
- 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300,00 Euro!
- 200,00 Euro monatlich für Auszubildende und Praktikantinnen/Praktikanten!
- 12 Monate Laufzeit!
- Tarifvertrag für studentische Beschäftigte!
- Zuschläge für Überstunden

