Die zweite Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder ist am 16. Januar in Potsdam ohne ein verbindliches Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen. Das trifft auch mehr als eine Million Arbeitnehmende an Hochschulen und rund 300.000 studentische Beschäftigte, denen die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) weiter einen Tarifvertrag verweigert. Die Antwort der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW): Jetzt werden die Streiks und Aktionen ausgeweitet.
An diesem Tag rufen die Gewerkschaften gemeinsam mit Bündnispartnern Beschäftigte an vielen Hochschulen zu Aktionen auf. Ob Hamburg oder München, Berlin oder Bonn, Darmstadt oder Ilmenau – an zahlreichen Hochschulen werden Beschäftigte und Studierende gegen drohenden Reallohnverlust und Befristungswildwuchs protestieren. Sie fordern eine bedarfsgerechte Ausfinanzierung der Hochschulen und des Studiums, finanzielle Sicherheit für Studierende, faire Bezahlung für alle in der Wissenschaft Beschäftigten, Stopp von Tarifflucht und Outsourcing sowie Dauerstellen für Daueraufgaben. Das gemeinsame Ziel: gute Arbeit und gutes Studium für alle!
Übersicht über vergangene und geplante Warnstreiks
Der Ablauf:
📍Harburg: TUHH, 9:00 Uhr: Kundgebung am Campus, gemeinsame Fahrt zu Uni Hamburg
📍Hamburg
11 Uhr: Start Bündnisdemo vom Hauptcampus der Uni Hamburg (Von-Melle-Park)
im Anschluss: Nachmittagsprogramm im Café Knallhart (Von-Melle-Park)
„Es ist ein Skandal. Ausgerechnet die Länder verweigern rund 300.000 studentischen Beschäftigten einen Tarifvertrag, während sie sich in Sonntagsreden für Tariftreue und Tarifbindung stark machen. Ein Tarifvertrag gefährde die Wissenschaftsfreiheit, so die faule Ausrede. Die Finanzminister*innen bzw. Senator*innen sichern aber nicht die Wissenschaftsfreiheit, sondern die Freiheit der Hochschulkanzler*innen und -kanzler*innen, mit ihrem Personal nach Gutsherrenart umspringen zu können. Studentische Beschäftigte werden weiter mit Dumpinglöhnen knapp oberhalb des Mindestlohns abgespeist und semesterweise geheuert und gefeuert. Das nehmen wir nicht hin: Her mit dem Tarifvertrag für studentische Beschäftigte (TVStud)“, so Birgit Rettmer, Tarifreferentin der GEW Hamburg.
Du willst eintreten? Herzlich willkommen!
Hintergrund
Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 3. Dezember 2025 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten im Geltungsbereich des Länder-Tarifvertrags (TV-L). Bisher haben die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Die GEW fordert sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens 300,00 Euro! Die dritte Runde ist für den 11./12. Februar 2026 ebenfalls in Potsdam geplant.
Weitere Informationen sowie eine Übersicht der beteiligten Hochschulen finden Sie unter www.hochschulaktionstag2026.de.

