Am 3. Dezember ist die erste Verhandlungsrunde der Gewerkschaften mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in der Tarifrunde für die Landesbeschäftigten (TV-L) ergebnislos beendet worden. Die Forderung der Gewerkschaften von 7% mehr Gehalt, mindestens 300€ wurde als unrealistisch abgewiesen.
Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, rief die GEW für Mittwoch, den 14. Januar 2026, alle Tarifbeschäftigten TV-L im Organisationsbereich der GEW Hamburg (außer an den Hochschulen) zu einem dezentralen, ganztägigen Warnstreik nach Bergedorf auf. Treffpunkt war 11.00 Uhr am Bahnhofsvorplatz in Bergedorf. Gut 1000 Kolleg*innen waren anwesend und demonstrierten lautstark durch die Innenstadt.
„Für die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes geht es neben der allgemeinen Gehaltserhöhung, von der alle Beschäftigten im Landesdienst profitieren, auch um eine faire Eingruppierung und eine Eindämmung des Befristungsunwesens an den Hochschulen. Tariftreue muss auch für die rund 300.000 studentischen Beschäftigten gelten. Deshalb fordern wir: Tarifbindung für studentische Beschäftigte – jetzt!“, sagt Bodo Haß, stellvertretender Vorsitzender der GEW Hamburg.
„In der Tarifrunde geht es nicht zuletzt um die Bildung – viele der Landesbeschäftigten arbeiten in Schulen und Hochschulen. Die Tariferhöhungen, für die wir kämpfen, sind daher auch eine Investition in die Bildung. Und wer in die Bildung investiert, investiert in die Zukunft“, ergänzt Birgit Rettmer, Tarifreferentin der GEW Hamburg.
Wir rufen alle Kolleg*innen auf, die Tarifrunde aktiv mitzugestalten – mit dem Projekt Bildet Banden. Als Bande bringt ihr euch laut, sichtbar und gemeinsam mit kreativen Social-Media-Beiträgen, Aktionen vor Ort und gemeinsamer Teilnahme an Streiktagen ein.
Du willst eintreten? Herzlich willkommen!
Hintergrund
Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 3. Dezember 2025 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten im Geltungsbereich des Länder-Tarifvertrags (TV-L). Bisher haben die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Die GEW fordert:
- 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300,00 Euro!
- 200,00 Euro monatlich für Auszubildende und Praktikantinnen/Praktikanten!
- 12 Monate Laufzeit!
- Tarifvertrag für studentische Beschäftigte!
- Zuschläge für Überstunden und Arbeit zu ungünstigen Zeiten erhöhen!
Die zweite Verhandlungsrunde für die im öffentlichen Dienst Beschäftigten der Länder findet am 15./16. Januar 2026 in Potsdam statt. Die dritte Runde ist für den 11./12. Februar 2026 ebenfalls in Potsdam geplant.

