Am 3. Dezember endete die erste Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ergebnislos. Die Forderung nach 7 % mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro, wiesen die Arbeitgeber als „unrealistisch“ zurück. Ein ernsthafter Einstieg in Verhandlungen blieb aus – ein deutlicher Hinweis darauf, dass diese Tarifrunde härter werden könnte als die letzte.
GEW bereitet sich auf Arbeitskämpfe vor
Rund 30 Kolleg*innen trafen sich am 8. Dezember zum Kick-off in der Geschäftsstelle an der Rothenbaumchaussee. Bei Franzbrötchen und Heissgetränken informierten sich die Aktiven zur Lage und zu den Forderungen der Gewerkschaften
Unsere Tarifexpertin Birgit Rettmer und unser stellvertretender Vorsitzender Bodo Haß erläuterten den aktuellen Stand der Tarifrunde und die Bedeutung der gemeinsamen Forderungen. Dabei wurde deutlich: Die TdL zeigt sich unnachgiebig und beruft sich auf eine angespannte Haushaltslage – eine Herausforderung, die weitere Aktionen erforderlich machen dürfte.
„Banden bilden“ – Theorie und Praxis
Eine theoretische Arbeitsphase stand unter dem Motto „Banden bilden“. Ziel war es, sich zu vernetzen, Strategien für die kommenden Wochen zu entwickeln und Handlungsmöglichkeiten auszuloten. Anschließend ging es in die praktische Phase: In Kleingruppen wurden konkrete Ideen für Mobilisierung, Öffentlichkeitsarbeit und die Stärkung der gewerkschaftlichen Strukturen ausgearbeitet.
Starkes Signal zum Start der Tarifrunde TV-L
Der Kick-off hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Kolleg*innen bereit sind, gemeinsam für bessere Arbeits- und Einkommensbedingungen einzustehen. Mit viel Energie, klaren Positionen und neuer Vernetzung startet die GEW Hamburg in eine Tarifrunde, die Engagement und Zusammenhalt erfordern wird.

