Schulentwicklungsplan Berufliche Schulen
GEW fordert Transparenz und Mitspracherecht aller Betroffenen
Schulentwicklungsplan Berufliche Schulen
GEW fordert Transparenz und Mitspracherecht aller Betroffenen
Mit Beginn des Schuljahres wurden neue Bezahlsysteme in verschiedenen Kantinen an Hamburger Schulen eingeführt. Eines dieser Systeme sieht die Erfassung biometrischer Daten der SchülerInnen vor und verlangt einen Fingerabdruck, wenn diese die Schulkantine nutzen wollen. Wie sich nun herausstellte, wurden Kinder, auch gegen den Willen ihrer Eltern, dazu gedrängt, ihre Fingerabdrücke zu hinterlegen, da sie sonst kein Essen bekämen.
Die Hamburger Schulbehörde vermeldet aktuell Rekorde: den Schulen seien im gerade begonnenen Schuljahr so viele PädagogInnen wie noch nie zugewiesen worden, es gäbe auf 11,7 SchülerInnen einen Pädagogen (2010 war das Verhältnis 12,6 zu 1).
Am Donnerstag beginnt die Schule wieder in Hamburg. Die Schulbehörde hat schon mitgeteilt, dass jetzt etwa 200 Grundschulen Ganztagsschulen sind. Dazu kommen noch viele weiterführende Schulen.
„Was sicherlich bildungspolitisch richtig ist, hat in der Praxis eine erhebliche Kehrseite“, kommentiert Anja Bensinger-Stolze, neue Vorsitzende der GEW Hamburg: „Bezahlt wird diese Entwicklung nämlich durch eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen bei den schulischen Beschäftigten!“
Mehr als 1000 PädagogInnen der Hamburger Schulen - Lehrkräfte, SozialpädagogInnen, ErzieherInnen und andere - haben am Aschermittwoch gegen zunehmende Arbeitsbelastung an den Schulen demonstriert.
2013 wird das „Lehrerarbeitszeitmodell“ 10 Jahre alt — das sind 10 Jahre zu viel: Arbeitsverdichtung, Belastungen und Mehrarbeit nehmen an den Schulen zu für alle Beschäftigten: Lehrkräfte, ErzieherInnen, SozialpädagogInnen, TherapeutInnen.
"Nur in Hamburg gibt es seit 10 Jahren ein Arbeitszeitmodell, das von den Lehrkräften immer mehr Unterricht verlangt und sie mit immer neuen Aufgaben wie z. B. ausgeklügelten Berichten und Statistiken, Leistungsvergleichen und Tests sowie Verwaltungsaufgaben zuschüttet.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wirft den Kultusministern vor, die Ergebnisse der neuen Grundschulstudien schön zu reden und Alarmsignale zu ignorieren. „Bereits seit einigen Jahren gibt es deutliche Anzeichen, dass die Grundschulen durch die Vielzahl schlecht vorbereiteter ‚Reformmaßnahmen‘ in ihrer positiven Entwicklung gestört worden sind.
Bei jeder Gelegenheit weist die Bildungsbehörde einen möglichen Lehrermangel in Hamburg weit von sich. Hamburg sei eine attraktive Stadt und habe ein hohe Anziehungskraft für BewerberInnen heißt es dann immer.
Die objektiven Zahlen sprechen jetzt eine andere Sprache. Hans Voß, ehemaliger Vorsitzender des Gesamtpersonalrats Schulen, hat für die GEW die Ausgaben der Schulen für "Vertretungs- und Organisationsmittel" (VOrM) analysiert. Die Zahlen stammen von der Bildungsbehörde selbst (Bürgerschaftsdrucksachen 19/6770, 20/2573 und 20/5470).
Bei jeder Gelegenheit weist die Bildungsbehörde einen möglichen Lehrermangel in Hamburg weit von sich. Hamburg sei eine attraktive Stadt und habe ein hohe Anziehungskraft für BewerberInnen heißt es dann immer.
Die objektiven Zahlen sprechen jetzt eine andere Sprache. Hans Voß, ehemaliger Vorsitzender des Gesamtpersonalrats Schulen, hat für die GEW die Ausgaben der Schulen für "Vertretungs- und Organisationsmittel" (VOrM) analysiert. Die Zahlen stammen von der Bildungsbehörde selbst (Bürgerschaftsdrucksachen 19/6770, 20/2573 und 20/5470).
Unter dem Motto „Es reicht - KollegInnen der sozialen Arbeit an Schulen wehren sich“ sammelten ErzieherInnen und SozialpädagogInnen aus allen Hamburger Schulformen fast 800 Unterschriften der über 1400 Beschäftigten in diesem Bereich. Am 22.10.12 übergab eine Gruppe KollegInnen während der derzeit laufenden Haushaltsberatungen eine lange Wäscheleine mit Unterschriften dem Pressesprecher des Ersten Bürgermeisters Scholz.
Schon 2009 wurde der aktuelle Instandhaltungsstau an den staatlichen Hamburger Schulen nach behördeninternen Berechnungen auf Grund von Richtwerten und den Gebäudezuständen laut Gebäudepass auf rd. drei Mrd. Euro geschätzt; rund eine Mrd. Euro sollte für neue Gebäude eingesetzt werden. Das Schadensvolumen – so schon der schwarz-grüne Senat – wächst bei 6% Schadenszunahme um rd. 180 Mio. Euro jährlich, wenn – wie bisher – nicht ausreichend in die Schulimmobilien investiert wird.
Nach langem Nachdenken und mehreren Ankündigungen informiert der Schulsenator nun – am 3.9. genau rechtzeitig zu den Personalrätekonferenzen der GEW - die Hamburger Lehrkräfte über die geplanten Entlastungsmaßnahmen durch Aufgabenkritik.