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Wirklich mehr oder nur kostenneutral quer finanziert?

Geschrieben von: 
Presseredaktion
Thema: 
Schule
GEW zu den von der Schulbehörde angekündigten 120 zusätzlichen Lehrerstellen für die Inklusion
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Die BSB will zusätzliche 120 Lehrerstellen für die Inklusion zur Verfügung stellen. Im Koalitionsvertrag steht, dass diese Stellen aufwachsend bis einschließlich zum Schuljahr 2019/20 zur Verfügung gestellt werden sollen. Das sind rechnerisch 24 Lehrerstellen pro Jahr. So schmelzen die vollmundig verkündeten zusätzlichen 75 Lehrerstellen für die Stadtteilschulen und 25 Lehrerstellen für die Grundschulen real auf 15 bzw. 5 zusätzliche Lehrerstellen pro Jahr zusammen und aus 20 Lehrerstellen Feuerwehr werden plötzlich auch nur 4 Lehrerstellen pro Jahr und das verteilt auf ca. 60 Stadtteilschulen und ca. 200 Grundschulen.

„Die GEW befürchtet außerdem, dass die zusätzlichen Stellen gar nicht zusätzlich sind , sondern kostenneutral querfinanziert werden, nämlich aus dem auslaufenden Bedarf des letzten IR-Jahrgangs  (25 Lehrerstellen) und der auslaufenden „Rucksackressource“(91 Lehrerstellen)  der schwarz- grünen Regierung von 2010. Somit wären faktisch nur 4 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen – und das auch noch auf 5 Jahre verteilt -  und nicht 120 Lehrerstellen, wie die Pressemitteilung der BSB suggeriert“, so Sven Quiring, stellvertretender Vorsitzender der GEW Hamburg (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft): „Das ist ein Ausbau im kaum noch wahrnehmbaren Bereich!“

Zusätzliche Personalressource ist ein längst überfälliger Schritt, da die Stadteilschulen seit Umsetzung der Drucksache 20/3641 „Inklusive Bildung an Hamburger Schulen“  weniger personelle Ressource erhalten als notwendig wäre. Ein Blick in die Statistik der Jahrgänge 5 der Stadtteilschulen bestätigt dies:

2012/13:  9,6% LSE Förderquote               2013/14:  12.3% LSE Förderquote
2014/15: 14.6% LSE Förderquote             2015/16:   13.2% LSE  Förderquote

Die BSB geht in der Drucksache von durchschnittlich 8 % Förderbedarf LSE aus.

Diese von der BSB angenommenen 8 % haben Experten und Gremien schon lange  als zu niedrig eingestuft und vor einer personellen Unterversorgung von SuS mit sonderpädagogischen Förderbedarf gewarnt.  Erst die von der BSB veranlasste Diagnostik der jetzigen Viertklässler hat auch der Behörde deutlich gemacht, dass es mehr SuS mit Förderbedarf LSE gibt als in der bisherigen Personalversorgung angenommen wurde.

„Wir fordern, dass die 120 Stellen wirklich zusätzlich an die Schulen kommen – als erster Schritt auf dem Weg zu den von uns berechneten Mehrbedarfen von 550 Stellen insgesamt für eine gelingende Inklusion!“, so Sven Quiring abschließend.

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