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Schulschwimmen ‐ ein Desaster ohne Ende

Geschrieben von: 
Presseredaktion
Thema: 
Schule
Schulbehörde versteckt das Problem hinter Zahlen

Die Schulbehörde (BSB) sagt in ihrer Pressemitteilung vom 14.11.16 zum Thema Schulschwimmen, dass „zusätzlicher Schwimmunterricht“ stattgefunden habe und dadurch mehr SchülerInnen als bisher schwimmen gelernt hätten. Das ist so nicht richtig.

In seiner Bilanz zum Schulschwimmen in Hamburg legt der Senat eine Bilanz vor, die ein einziges Desaster ist. Obwohl mehr als doppelt so viel in den Schwimmunterricht der Grundschule investiert wurde (doppelte Schwimmzeiten plus zusätzliches Personal) sind die Erfolgsquoten lediglich um einzelne Prozentpunkte gestiegen (Bronze‐Abzeichen: Von 64 auf 66 Prozent, Seepferdchen: Von 81 auf 87 Prozent). Und weiterhin werden trotz dieses immensen Mehraufwandes, der nur für die Grundschulen gilt, die vor mehr als zehn Jahren vereinbarten Zielquoten immer noch nicht erreicht.

„Noch schlimmer, und das verschweigt der Senat: Es gibt inzwischen keinen Schwimmunterricht mehr ab Klasse 5. Denn das Schulschwimmen in Klasse 6 wurde ersatzlos gestrichen. Und wenn Schulen ab Klasse 5 eigenständigen Schwimmunterricht anbieten wollen, müssen sie zukünftig viel Geld für die Badnutzung bezahlen – letztlich dient das zur Teilfinanzierung eines verkorksten Schulschwimmkonzepts.

Seit der Neuordnung des Schulschwimmens – raus aus der Hand der Schulen und SportlehrerInnenschaft, hinein in die Hände von Bäderland und zum großen Teil nicht für das Schulschwimmen qualifiziertem Personal – erweist sich das Schulschwimmen in Hamburg als Misere ohne Ende“, kommentiert Anja Bensinger‐Stolze, Vorsitzende der GEW Hamburg.

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