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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Es braucht konkrete Standards in einem Stufenkonzept!

Geschrieben von: 
Webredaktion
Thema: 
Schule
Stellungnahme von GEW, VBE und BER zur Erweiterung der Hygiene-Richtlinie der KMK
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Oranienburg/Frankfurt am Main/Berlin – „Die Spielräume, die das Konzept durch vage Aussagen lässt, sind nicht geeignet, das unterschiedliche Vorgehen der Bundesländer zu vereinheitlichen. Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat nicht mehr getan, als die in den Ländern umgesetzten Maßnahmen nach dem Minimalkonsens zu durchforsten. Wir brauchen jedoch konkrete Standards, die sich zusammen mit der Entwicklung der Infektionslage zu einem Stufenkonzept kombinieren lassen. Nur so kann Transparenz geschaffen und Akzeptanz hergestellt werden. Statt den Status Quo zu verwalten, muss die KMK mehr Verbindlichkeit schaffen“, kommentieren die Vorsitzenden von Bundeselternrat (BER), Stephan Wassmuth, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, und Verband Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, die heute veröffentlichte Erweiterung der KMK-Hygienerichtlinie.

BER, GEW und VBE hatten schon vor dem Gespräch der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel, in dem diese auf eine Vereinheitlichung der Maßnahmen gedrungen hatte, die KMK-Präsidentin, Stefanie Hubig, angeschrieben und diese Forderung vorgebracht. In dem Brief hatten Sie zudem viele offene Fragen zur Bewertung von Lüftungsvorgehen, Luftfiltern, Maskentragen, Fortbildung und Risikogruppen aufgeführt, die nach Meinung der drei Organisationen, die Lehrkräfte und Eltern vertreten, einheitlich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen beantwortet werden sollten.

Erst gestern hatte das ifo-Institut eine Studie veröffentlicht, nach der sich die deutsche Bevölkerung mehr Einheitlichkeit in der Bildung wünscht. Die drei Vorsitzenden von BER, GEW und VBE sehen hierin auch den Wunsch, in der Corona-Krise koordiniert vorzugehen.