GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
Foto mit GEW-Logo

Bildungsgerechtigkeit für Kinder mit einer geistigen Behinderung schaffen

Geschrieben von: 
Webredaktion
Thema: 
Schule
Pressemitteilung der Ini Gute Inklusion an Hamburgs Schulen
Gute Inklusion an Hamburgs Schulen

Diese Kinder benötigen dringend ein schulisches Therapieangebot …

Der Kreiselternrat Sonderschulen - unterstützt von vierzehn Elternverbänden und anderen Organisationen - fordert anlässlich der Verabschiedung des Haushaltes 2019/2020 am 13.12.18 durch die Hamburger Bürgerschaft:

Für Kinder mit einer geistigen Behinderung muss endlich ein schulisches Therapieangebot geschaffen werden. Nur so kann Bildungsgerechtigkeit für diese Schüler/innen hergestellt werden.

Für Kinder mit einer körperlichen Behinderung existiert ein solches Angebot schon seit langem in den Sonderschulen und seit diesem Schuljahr auch in der Inklusion.

… aber nicht durch Umverteilung zulasten der Schüler/innen mit einer körperlichen Behinderung

Der damalige alleinregierende SPD-Senat wollte 2015 ein Therapieangebot für Kinder mit einer geistigen Behinderung auf Kosten der Schüler/innen mit einer körperlichen Behinderung umsetzen. Dieses Vorhaben scheiterte an dem Widerstand der Betroffenen und der Oppositionsparteien.

Jetzt haben SPD/GRÜNE zum Haushaltsantrag 2019/2020 lediglich einen Prüfantrag zum Thema Therapie für Schüler/innen mit einer geistigen Behinderung vorgelegt ohne Bedarfsgrundlagen und Ressourcen festzulegen. Dieser Antrag lässt sogar offen, ob im Ergebnis der Prüfung nicht wieder eine Umverteilung von Therapiestellen auf Kosten der Kinder mit einer körperlichen Behinderung stattfinden soll.

Forderungen des Kreiselternrats Sonderschulen unterstützt von vierzehn anderen Organisationen

  • Im Haushalt 2019/20 müssen für Kinder mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung genauso viele Therapiestunden wie für Schüler/innen mit Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung vorgesehen werden. Das gilt für Kinder in inklusiven Schulen wie in Sonderschulen.
  • Die jetzigen Therapie-Ressourcen für SchülerInnen mit Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung dürfen nicht verringert werden.

Angesichts der Größe des Gesamthaushaltes sind die dafür nötigen Therapeutenstellen problemlos finanzierbar.

Für Presseanfragen wenden Sie sich bitte an Pit Katzer / 01782140462 / info@gute-inklusion.de / www.gute-inklusion.de

Die vollständige Mitteilung findet sich im Anhang.