Volles Curiohaus, kämpferische Stimmung: Auf der GEW-Schulpersonalrätekonferenz diskutierten die Personalräte über die Sparpolitik des Senats und ihre Folgen für Beschäftigte, Kinder und Jugendliche – und verständigten sich auf gemeinsames Handeln.
Mehr Arbeit, weniger Ressourcen – was kommt auf uns zu? Unter diesem Titel hatte die GEW Hamburg am 7. September zur Schulpersonalrätekonferenz ins Curiohaus eingeladen. Über 200 Schulpersonalrät*innen kamen – eine außergewöhnlich hohe Beteiligung, die den Ernst der Lage an den Hamburger Schulen deutlich macht.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der GEW Hamburg, Sven Quiring, standen die geplanten Sparmaßnahmen im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem die Kürzungen im Ganztag und bei der Schulbegleitung, die Dienstzeiterhöhung sowie die Auswirkungen auf die Personalsituation. In mehreren Redebeiträgen wurde die Sparpolitik des Senats deutlich kritisiert. Klar wurde: Weitere Kürzungen und Mehrbelastungen gehen nicht nur zu Lasten der Beschäftigten, sondern verschlechtern auch die Bildungsbedingungen für Kinder und Jugendliche.
Auch weitere Themen brannten den Kolleg*innen unter den Nägeln. Intensiv diskutiert wurden die Umsetzung der sogenannten Regelanfrage und mögliche Disziplinarmaßnahmen sowie der Umgang mit Klassenreisen und die dazu gestartete GEW-Initiative.
„Bildung ist keine Sparmasse – Kürzungen stoppen!“
Die Schulpersonalräte beließen es nicht bei der Diskussion: Mit der Resolution „Bildung ist keine Sparmasse – Kürzungen stoppen!“ fordern sie Senat und Bürgerschaft auf, die geplanten Sparmaßnahmen im Bildungsbereich nicht zu beschließen und bereits eingeleitete Kürzungen zurückzunehmen. Außerdem sollen Verhandlungen mit dem Gesamtpersonalrat über Dienstvereinbarungen zu alternsgemäßem Arbeiten und zur Arbeitszeiterfassung aufgenommen werden.
Die Resolution richtet sich unter anderem gegen die 41-Stunden-Woche, Kürzungen bei der Schulbegleitung und beim Vertretungsunterricht, höhere Basisfrequenzen sowie Verschlechterungen beim Ganztag und beim Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Botschaft ist deutlich: Wer die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verschlechtert, verschlechtert zugleich die Lernbedingungen an den Schulen und spart damit an der Bildung und Zukunft der Kinder und Jugendlichen. Die vollständige Resolution findet sich im Anhang.
Darüber hinaus verständigten sich die Teilnehmenden auf weitere gemeinsame Aktivitäten. Die Personalräte wollen das Thema in die Kollegien tragen, die Beschäftigten informieren und den Widerstand gegen die Kürzungen an den Schulen weiter sichtbar machen.
Die große Beteiligung und die kämpferische Stimmung im Curiohaus haben gezeigt: Die Beschäftigten sind nicht bereit, die Folgen der Sparpolitik einfach hinzunehmen. Kürzungen auf Kosten der Beschäftigten, der Kinder und Jugendlichen – nicht mit uns!
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