Hamburger Kolleg*innen schildern in einem offenen Brief einen Vorfall bei einer Fachtagung zur Demokratiebildung, die am 27. August im Hamburger Rathaus stattfand. Ausgerichtet wurde sie gemeinsam vom Fachverband Geschichte und Politik Hamburg sowie der Hamburgischen Bürgerschaft. Die Tagung richtete sich als Fortbildungsangebot an Hamburger Lehrkräfte mit den Fächern Geschichte, PGW und Gesellschaft an weiterführenden Schulen und bot eine breite Palette an fortbildenden Workshops zu Themen, welche diese Fächergruppe betreffen.
Der AfD-Bürgerschaftsabgeordnete Benjamin Mennerich nahm an einem Workshop zum Umgang mit demokratiefeindlichen Aussagen teil und blieb nach seiner Vorstellung während des Workshops demonstrativ stehen. Die Lehrkräfte erlebten diese Präsenz als gezielte Beobachtung und Einschüchterung.
Für die GEW Hamburg ist klar: Wir stellen uns solchen Einschüchterungsversuchen der AfD entgegen. Kolleg*innen müssen ihren politischen Bildungsauftrag erfüllen und extrem rechte und demokratiefeindliche Positionen klar benennen können – ohne sich dabei überwacht oder unter Druck gesetzt zu fühlen.
Wir stehen an der Seite der Kolleg*innen, die extrem rechte und demokratiefeindliche Positionen klar benennen – jetzt erst recht! Wir erwarten von den Veranstalter*innen, dass Fortbildungen zur politischen Bildung Räume bieten, in denen Kolleg*innen ohne Einschüchterung und Druck arbeiten und diskutieren können.
Den offenen Brief dokumentieren wir im Anhang.
--
| Anhang | Größe |
|---|---|
| 139.84 KB |

