Mit der vierteiligen Reihe „Schule unter Sparzwang“ macht die GEW Hamburg zum Schulstart auf die Folgen der aktuellen Sparmaßnahmen für Kinder, Jugendliche und die Beschäftigten an Hamburgs Schulen aufmerksam. Im dritten Teil geht es um die Auswirkungen der Sparmaßnahmen auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.
Zum Beginn des neuen Schuljahres warnt die GEW Hamburg vor den Folgen des Sparprogramms des Senats für die Beschäftigten an den Schulen. Längere Arbeitszeiten, weniger personelle Spielräume und weitere Einschnitte verschärfen die Belastung der Lehrkräfte und anderer schulischer Beschäftigter – mit unmittelbaren Folgen für die Schüler*innen.
Bereits Ende Juni hatte die GEW die geplante Erhöhung der Arbeitszeit für verbeamtete Lehrkräfte als „Kampfansage“ bezeichnet. Anfang Juli wurde deutlich, dass diese Maßnahme Teil eines umfassenden Sparprogramms für Hamburgs Schulen ist. Vorgesehen sind unter anderem die Erhöhung der regelmäßigen Arbeitszeit für Beamt*innen auf 41 Stunden, der Wegfall des Arbeitszeitverkürzungstags, eine spätere Altersermäßigung sowie die Absenkung der Vertretungsreserve.
„Wer Lehrkräfte überlastet, nimmt Kindern Zeit zum Lernen“, erklärt Yvonne Heimbüchel, stellvertretende Vorsitzende der GEW Hamburg. „Guter Unterricht, individuelle Förderung und die Zusammenarbeit mit Eltern und multiprofessionellen Teams brauchen Zeit. Wer immer mehr Aufgaben auf immer weniger Schultern verteilt, verschlechtert die Lernbedingungen an unseren Schulen.“
Die Hamburger Arbeitszeitstudie hat bereits gezeigt, dass viele Lehrkräfte dauerhaft über die Grenze einer gesunden Arbeitsbelastung hinaus arbeiten. Statt auf diese Erkenntnisse mit Entlastung zu reagieren, verschärft der Senat die Situation weiter. „Gute Bildung braucht gute Arbeitsbedingungen“, so Heimbüchel. „Kinder und Jugendliche profitieren von Beschäftigten, die Zeit für sie haben. Deshalb sind Investitionen in gute Arbeitsbedingungen immer auch Investitionen in bessere Bildung.“
Die GEW Hamburg fordert den Senat auf, die Sparmaßnahmen im Bildungsbereich zurückzunehmen und die Schulen nachhaltig personell zu stärken. Gute Arbeitsbedingungen sind gute Lernbedingungen.
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