Die GEW Hamburg weist die Darstellung der Schulbehörde zu den geplanten Änderungen bei der Schulbegleitung entschieden zurück. Was die Behörde als „Weiterentwicklung“ und „passgenauere Unterstützung“ bezeichnet, bestätigt aus Sicht der GEW zentrale Kritikpunkte: Individuelle und qualifizierte Schulbegleitung droht künftig stärker durch Pool- und Kombinationslösungen ersetzt zu werden.
Besonders kritisch sieht die GEW, dass die Behörde die stark gestiegenen Fallzahlen und Kosten in den Mittelpunkt ihrer Begründung stellt. Damit entsteht der Eindruck, dass künftig nicht mehr allein der Unterstützungsbedarf der Kinder und Jugendlichen entscheidend ist, sondern zunehmend Steuerungs- und Sparvorgaben. Gleichzeitig sollen höher qualifizierte Schulbegleitungen nur noch in begründeten Ausnahmefällen eingesetzt werden. Auch die vorgesehenen Verfahren für Kinder mit Förderbedarfen können dazu führen, dass notwendige Unterstützung erst verspätet erfolgt.
„In den Schulen kommt derzeit vor allem eines an: große Verunsicherung. Wenn individuelle Unterstützung eingeschränkt oder verzögert wird, verschlechtert das nicht nur die Teilhabechancen der betroffenen Kinder und Jugendlichen, sondern erhöht auch die Belastung der Beschäftigten in den Schulen“, erklärt GEW-Landesvorsitzender Sven Quiring.
Die GEW fordert deshalb, die geplanten Änderungen zum Schuljahr 2026/27 auszusetzen und gemeinsam mit Schulen, Eltern, Beschäftigten, Trägern und Fachverbänden transparent zu überarbeiten. Inklusion braucht verlässliche Ressourcen, qualifiziertes Personal und Unterstützung, die sich am Bedarf der Kinder orientiert – nicht an Sparvorgaben.
Gemeinsam für den Erhalt der Schulbegleitung
Die GEW Hamburg ruft alle Beschäftigten, Eltern, Schüler*innen sowie alle Unterstützer*innen inklusiver Bildung dazu auf, ein deutliches Zeichen gegen die geplanten Kürzungen zu setzen.
Demo für den Erhalt der Schulbegleitung
Mittwoch, 1. Juli 2026 | 16:00 Uhr | Jungfernstieg
Unterstützt außerdem die Petition gegen die geplanten Kürzungen bei der Schulbegleitung. Jede Unterschrift stärkt den Einsatz für eine inklusive Schule, in der jedes Kind die Unterstützung erhält, die es braucht.
--

