Die GEW Hamburg begrüßt, dass die Schulbehörde eine Handreichung zur Nutzung von Mobiltelefonen an Schulen veröffentlicht hat, in der kein pauschales Handyverbot vorgesehen ist. Bislang können Hamburger Schulen eigenständig festlegen, welche Regeln für die Nutzung von Smartphones gelten. Gerade in Grundschulen sowie in Jahrgangsstufen bis Klasse 10 sind diese Regelungen häufig sehr restriktiv.
Die neue Handreichung fordert die Schulen auf, auf Grundlage der aktualisierten Empfehlungen einen breiten schulinternen Beratungs- und Entscheidungsprozess anzustoßen. Innerhalb eines Jahres soll anschließend über die Schulkonferenz eine verbindliche Entscheidung getroffen werden.
GEW zur Debatte um Handyverbot an Schulen
„Regelungen müssen von der Schulgemeinschaft gemeinsam entwickelt und verhandelt werden, also von den Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften, den Schülerinnen und Schülern, den Eltern sowie der Schulleitung. Nur so können Regeln sinnvoll umgesetzt werden. Dieser Prozess und die folgenden Schulregelungen dürfen natürlich nicht zu weiteren Belastungen führen. Es braucht Zeit für diesen wichtigen demokratischen Teil der Aushandlung in der Schulgemeinschaft und klare, einfach handhabbare Regelungen im Alltag. Ob diese Handreichung dafür eine gute Voraussetzung bietet, werden wir aufmerksam beobachten“, erklärt Bodo Haß, stellvertretender Vorsitzender der GEW Hamburg.
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