Die GEW Hamburg begrüßt die geplante Einführung von Informatik als Pflichtfach ab dem Schuljahr 2025/26. Damit wird ein wichtiger Schritt unternommen, um Schüler*innen besser auf die Anforderungen der digitalen Welt vorzubereiten und ihre Medienkompetenz zu stärken.
Bildungsvielfalt nicht gefährden
Kritisch sieht die GEW jedoch, dass die Einführung nicht auf Kosten anderer Fächer erfolgen darf. Wenn die vier Informatikstunden zulasten bestehender Unterrichtsfächer gehen und die Gesamtstundenzahl nicht erhöht wird, leidet die Bildungsvielfalt. Zudem fordert die GEW eine klare, einheitliche Regelung durch die Schulbehörde, um Konflikte in den Kollegien zu vermeiden.
Qualifizierungsoffensive dringend notwendig
Die Einführung des Pflichtfachs muss durch eine umfassende Qualifizierungsstrategie begleitet werden. Neben den aktuell 196 Lehrkräften in Ausbildung oder Qualifizierung sind gezielte Fortbildungen nötig – insbesondere mit Blick auf gendergerechten Unterricht und Chancengleichheit.
Arbeits- und Gesundheitsschutz mitdenken
Mit dem Ausbau des digitalen Unterrichts steigt auch die Nutzung digitaler Endgeräte wie Tablets. Die GEW fordert daher, den Arbeits- und Gesundheitsschutz stärker in den Blick zu nehmen, um die Lehr- und Lernbedingungen gesund und nachhaltig zu gestalten.
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Bild: Alexandra_Koch auf Pixabay

