GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Bürgermeister Scholz im Gespräch

Geschrieben von: 
Sabine Lafrentz
Beschäftigte aus den Hamburger Kitas stehen für mehr Personal in den Kitas
Foto: Martina Jachenholz

Am 09.06. ab 19.30 hatte Olaf Scholz zu einem Gespräch mit Bürger*innen in die Grundschule Turmweg geladen.

Beschäftigte der Elbkinder und anderer Kitaträger haben den Bürgermeister mit Transparenten daran erinnert, dass für eine gute Bildung der Kinder und Arbeitsbedingungen der Beschäftigen, die die Arbeitskraft nicht gefährden, eine bessere Personalausstattung notwendig ist.

Im Gespräch wurde Herr Scholz von der Betriebsratsvorsitzenden, Marina Jachenholz, mitgeteilt, dass die Kitas jetzt eine bessere Personalausstattung brauchen und dass die Beschlüsse des Eckpunktepapiers beschleunigt werden müssten. Hamburg habe die schlechteste Personalausstattung der westlichen Bundesländer. Geld sei genug da, weil Hamburg den Prozess um das Betreuungsgeld gewonnen habe und die Steuerschätzungen positiv wären.

Der Bürgermeister erklärte dazu, dass Hamburg in den nächsten Jahren viel Geld im Kitabereich investiere, allerdings in großen Teilen in den Platzausbau. Zudem meinte er, Hamburg liege in der Personalquote so schlecht, weil andere Bundesländer alles Mögliche dazu rechnen würden, was Hamburg nicht mache. Die Beschlüsse im Eckpunktepapier würden umgesetzt.

Sabine Lafrentz, Sprecherin der Fachgruppe KiJu der GEW, meint dazu; „Das ist wieder typisch, sich mit Taschenspielertricks herauszureden. Wir werden verfolgen, ob die bessere Personalausstattung auch Eingang in die Haushaltspläne findet. Im Gegensatz zum Bürgermeister haben die Familienpolitischen Sprecher*Innen von SPD und Grünen erklärt, dass die Verbesserungen nicht verwirklicht werden. Für gute Arbeit in den Kitas, benötigen wir jetzt mehr Köpfe und Hände. Auf jeden Fall müssen die Tarifabschlüsse refinanziert werden, damit die berechtigte Höhergruppierung der pädagogischen Beschäftigten nicht zu weiterem Personalabbau führt. Das wäre eine soziale Ungerechtigkeit. Gegen diese werden wir uns weiter wehren!"

Foto: Marina Jachenholz